Medienkompetenz

Verständnisprobleme

Am Wochenende hatte ich einem Bekannten erzählt, dass das Landesblog Ende März zu einer Anhörung im Bildungsausschuss des schleswig-holsteinischen Landtages geladen war. Thema war Medienkompetenz in der Informationsgesellschaft und die Parteien hatten viele Institutionen angesprochen.

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Medienkompetenz: Der Fisch stinkt vom Kopf her

Wie im letzten Blogposting schon erwähnt, beschäftige ich mich gerade wieder etwas intensiver mit dem Thema Medienkompetenz. Ein schwieriges aber wichtiges Feld, dann das Internet verändert gerade unsere Welt nachhaltig. Doch wie darauf eingehen, wo beginnen? Vor allem muss man immer wieder betonen, dass Medienkompetenz nicht nur ein Thema für Kinder und Schüler ist.

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Wolfgang Blau widerspricht den sieben Branchenmythen des Journalismus

Da ich mich gerade mit Medienkompetenz und gesellschaftlicher Teilhabe beschäftige und ich mich sowieso über die Bestrebungen zur Einführung eines Leistungsschutzrechts ärgere, kommt mir die Anhörung des Medienausschusses des Bundestages zu Qualitätsjournalismus gerade recht.

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Medienkompetenz: 1998 - 2009

Dieser Bericht liest sich (wie auch vergangene Berichte) toll, und zumindest ich frage mich: was muss endlich geschehen, damit dies nicht nur auf Ministeriumspapier gedruckt wird, sondern auch in die Lehrerbildung direkt einfliesst?

Bei diesem Kommentar vom Mandy Schiefner zum »Bericht der Expertenkommission des BMBF zur Medienbildung« – Kompetenzen in einer digital geprägten Kultur viel

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Umfrage zum Umgang mit Computer an Schulen

  • 28% der befragten Schüler nutzen in der Schule gar nicht den Computer.
  • 36% der befragten Schüler nutzen in der Schule einen Computer weniger als zwei Schulstunden pro Woche.
  • 58% der befragten Schüler haben sich den Umgang mit dem Computer selbst beigebracht.
  • Computer werden vor allem im Informatikunterreicht eingesetzt, also als Lehrgegenstand, nicht als Lern- oder gar Kulturwerkzeug.
  • 87% der befragten Schüler gaben an, dass sie Computerkenntnisse später im Beruf für sehr wichtig oder wichtig halten.

Das sind ein

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Medien, Lernen, Handlungskompetenz

Ich versuche gerade ein paar Gedanken einen gemeinsamen Rahmen zu geben:

  • SPIEGEL Titelstory »Der Preis der Angst - Wie der Terrorismus den Rechtsstaat in Bedrängnis bringt«
  • Verabschiedung des Hackerparagraphen
  • Jugendmedienschutz (da ich gerade das Chaosradio 125 gehört habe).

Der neue »Hackerparagraph« ist eigentlich nur bei Politikern umstritten. Bei allen, die mit dem Thema Computeradministration oder Softwareentwicklung zu tun haben, löste das Gesetz dagegen nur Kopfschütteln aus. Mit der Verabschiedung hat der Chaos Computer Club die Unsinnigkeit des Gesetzes mit einem herrlichen Bild einer Blümchenwiese dargestellt:

Per Gesetzesänderung (§202c StGB) hat die Bundesregierung das Internet wieder zur Blümchenwiese gemacht. Da es keine Sicherheitsprobleme mehr gibt, brauchen wir jetzt auch keine Sicherheitswerkzeuge mehr.

Ebenso wie die Bestrebungen im Bereich Jugendmedienschutz und der Automatismus des Rufs nach dem Verbot von irgendwelchen »schrecklichen Killerspielen«, sobald irgendwo in der Republik etwas passiert. Sachlich ist so etwas aus medienpsychologischer Sicht überhaupt nicht zu begründen. Aber das Vorgehen der Politik zeigt eine gewisse Parallele zu den Vorgängen um den Hackerparagraphen: Die Politik agiert quasi entkoppelt von den Vorgängen der letzten 15 Jahren im Internet. Manchmal meine ich sogar das ängstliche Unbehagen in den Gesichtern der Mandatsträger greifen zu können, wenn diese sich zum Thema Internet und neue Medien äußern (müssen). Dennoch wird so agiert wie gewohnt, am Liebsten mit Verboten und strengen Regularien. Dass das den anderen politischen Forderungen, z.B. nach lebenslangen Lernen, Medienkompetenz und Handlungskompetenz (sic!) völlig widerspricht, wird nicht wahrgenommen.

Vielleicht ist es ja wirklich Zeit für einen Paradigmenwechsel in unserer gesellschaftlichen Elite. Enge Strukturen, Gebote, Formalismen, das können die falschen Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft sein. In einer sehr komplexen Welt kann der »Vater Staat« vielleicht einfach nicht mehr alle Lebensentwicklungen vorausplanen und steuern und sollte seinen »Schäfchen« vielleicht anderes Rüstzeug mit auf den Weg geben. Medienkompetenz. Handlungskompetenz. Sozialkompetenz. – Selbständigkeit.

Medienkompetenz! Das fordert die Politik seit 1998

Kinder machen nicht nur Lärm. Kinder können auch ganz unschuldig nach einfachen Dingen fragen, und die Befragten verstecken sich dann nicht hinter wolkigen Floskeln. Wenn man sich also fragt, wie denn manch abstruse politische Entscheidung oder Inititative zustande gekommen sein mag, dann sollte man sich einfach mal einen Filmbeitrag der Kinderreporter im ARD-Morgenmagazin ansehen. Die in dem Beitrag ihre totale Internet-Unwissenheit offenbarenden Politker sind genau jene, die entweder das zukünftige Medienrecht entwickeln, über wirtschaftliche Zukunft oder Medienkompetenz parlieren.

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Eilmeldung: Mangel an Medienkompetenz immer noch ein stark unterschätztes Phänomen

In dem Interview, das sich stellenweise wie eine Realsatire liest, behauptet der BKA-Chef, dass sich nur mit der Online-Durchsuchung die "Schlüssel" finden lassen, mit denen sich die Online-Verstecke im World Wide Web öffnen lassen.
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