iTunes U: alles toll?

Mit dem Blogpost I Don't Like iTunes U hatte ich meine Einstellung zu diesem Dienst wohl relativ klar dargestellt.

Eine positive Sichtweise auf das Thema hat dagegen Brian Kelly von der University of Bath, UK. In seinem Beitrag iTunes U: an Institutional Perspective beschäftigt er sich mit einer Reihe von Argumenten gegen iTunes U:

  • iTunes U is a closed ecosystem
  • It is expensive to run
  • It is PR fluff
  • What wider and innovative uses could be made of the system in future?
  • Will institutional users regret lack of flexibility if Apple move in a different direction?
  • Those who don’t buy into the ecosystem are 2nd class citizens
  • The content has poor discoverability

Brians Schlussfolgerung lautet:

So…

… is there a cost-saving to adopting iTunes U as opposed to creating custom portals? Certainly the development grunt is removed and the system offers students who come to us with their own devices (another saving as I argued at the recent FOTE10 event) having bought into the ecosystem access to our content. For those of us committed to the distribution of media content whatever the channel the issue remains that the content has to be created and managed and therein lies the cost. I believe therefore that our efforts should lie in keeping the creation process efficient and demonstrating the value of the content to our users and paymasters. Content is, after all, still king – but as noted at the Munich Conference:

@thStamm: RT @jeremyspeller … content is king or there’s no point … I agree but we all want king arthur not king richard II #itunesuconf2010

Natürlich ist iTunes U ein schönes System, wenn die Leute iTunes-Software benutzen. Da erinnert man sich doch gerne an eine Zeit zurück, in der Webseiten auf den Internet Explorer 6.0 optimiert worden waren, weil gefühlte 100% der User diesen Browser benutzten. Und, so populär iTunes auch sein mag, es bleibt ein Walled Garden, in den man sich ohne Not begibt. Brian schreibt dazu in seinem Posting, dass man als Universität natürlich immer auch einen alternativen Distributionsweg anbieten sollte.

[via Stephen Downes]

E-Learning-Blog: 

Kommentare

Whine, whine, rant, rant,
echt, dieses bescheuerte Gemeckere geht mir echt auf den Geist.

Ich habe so viele Sachen gelernt, mir angesehen, auf die ich in meinem Leben nicht gekommen wäre, wenn es mir iTunes nicht so einfach ermöglicht hätte.

Es ist wieder so typisch, keine Alternative haben, aber über das, was da ist meckern, meckern, meckern

Ich habe so viele Sachen gelernt, mir angesehen, auf die ich in meinem Leben nicht gekommen wäre, wenn es mir mein Browser, mein Feedread und das Crowd Sourcing nicht so einfach ermöglicht hätten ;-)

Das Internet ist groß und Alternativen gibt es für alles und jeden. Für Apple war das damals Darwin.

Alles hat seine Vor- und Nachteile und es gibt immer Leute die irgendetwas zu bemaengeln haben.

Aber im Grossen und Ganzen sind die iTunes doch eine gute Sache. Man kann sich alles individuell herunterlagen, ganz nach dem eigenen Geschmack, die Geraete sind handlich, man kann Sie ueberall mit hinnehmen oder benutzen.

Die Konnotation zu deiner Formulierung es gibt immer Leute die irgendetwas zu bemaengeln haben ist also, dass Kritik an iTunes keine sachliche Grundlage hat sondern von Leuten kommt, die sowieso nur alles schlecht machen wollen. Mir fehlen dazu allerdings deine Argumente:

Aber im Grossen und Ganzen sind die iTunes doch eine gute Sache. Man kann sich alles individuell herunterlagen, ganz nach dem eigenen Geschmack, die Geraete sind handlich, man kann Sie ueberall mit hinnehmen oder benutzen.

Wo siehst du da ein Alleinstellungsmerkmal von iTunes, geschweige denn eines, dass die Nachteile dieses geschlossenen Systems aufwiegt? Nachteile wie die Abhängigkeit von dem einen Anbieter Apple, der sich beispielsweise darin äußert, dass kein Webinterface zu iTunes angeboten und Software nur für Mac OS X und Windows zur Verfügung gestellt wird.

Ersetze mal in deinem obigen Satz iTunes durch Podcasts. Das ergibt den gleichen Sinn.

Ich hab mir das grade mit Interesse angesehen aber es spielt für mich keine Rolle weil mir iTunes einfach ausreicht. Was es kann ist mir genug und ich finde die Oberfläche ganz praktisch. Man muss sich ja wirklich nicht über alles streiten^^

So, nun sind wir in der nächsten Phase: Universitäten bieten ihre Lehrinhalte nur noch exklusiv über iTunes an. Und geben Apple das Nutzungsrecht ab.

Weiterlesen bei netzpolitik.org: Kein Open Education aber iTunes U: E-Learning-Strategien deutscher Universitäten.

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