Jugendschutzfilter in der Praxis

Wenn im Bildungsbereich von Medienkompetenz die Rede ist, ist das Thema Jugendschutz im Netz nicht weit. Derzeit ist die Filteridee wieder en vogue, d.h. in der Politik wird ernsthaft darüber nachgedacht, Internetprovider dazu zu verpflichten, bestimmte Inhalte für ihre Kunden zu sperren. Verwiesen wird dabei auf die Filterpraxis in skandinavischen Ländern.

Nun hat jemand die schwedische Filterliste mit wegen Kinderpornographie gesperrten Websites untersucht und veröffentlicht (ich vermute, die Liste ist eigentlich geheim). Demnach sollen 1047 Websites aus Schweden heraus nicht erreichbar sein. Von diesen 1047 Einträgen liefern tatsächlich 9 Sites kinderpornographische Inhalte aus (die Namen sind vor Veröffentlichung entfernt worden), 28 liegen in einer juristischen Grauzone. Der Rest ist moralisch fragwürdig, verstößt aber nicht gegen schwedisches Recht.

[via netzpolitik.org]

Kommentare

Die Bestrebungen der Bundesregierung sind konkreter als erwartet, wie auf heise zu lesen: Bundesregierung treibt Netzblockaden gegen Kinderpornografie voran.

Hausdurchsuchung in Deutschland beim Domaininhaber von Wikileaks.de. Der Mann hat den Domainnamen registriert, er betreibt aber nicht die Server von Wikileaks. Hausdurchsuchung bei ihm wegen »Verdächtigung der Verbreitung pornografischer Schriften« Es geht um die auf Wikileaks veröffentlichten Internet-Sperrlisten aus Australien, Thailand und Dänemark.

Erst auf Grund dieser Veröffentlichungen konnte man nachvollziehen, dass die meisten Domains auf diesen Sperrlisten gar kein strafrechtlich relevantes Kinderpornographie-Material verbreitet haben. Häufig waren es zwar Schmuddelseiten, aber legale Schmuddelseiten.

Eine besondere Note erhält dieser Fall durch die zeitliche Koinzidenz mit dem führ heute geplanten Kabinettsbeschluss für Internet-Sperrlisten.

Mehr:

Hallo ihr Lieben, so bei uns in Deutschland ist es jetzt soweit:

Nach dem Geniestreich "Link-Gesetz" das einem das hosten von Webseiten bzw. Bloggs und er gleichen unmöglich macht
(zu mindest dann wenn man kein masoschist ist), da man sogar dann verknackt wird wenn man auf eine Seite verlinkt
die wiederum auf eine andere Seite verlinkt usw. bis man irgendwann auf einer Seite ankommt auf der angeblich
Kinderpornographie zufinden ist (siehe Urteil zu indirekten Links), gibt es jetzt Bannlisten bzw. Sperrlisten
für Seiten die im Verdacht stehen Kinderpornographie zu hosten (direkt oder indirekt).

Das Internet 2 was die Musikindustrie so grene hätte, lässt grüssen!
Wenn das nicht gestoppt wird brauchen wir womöglich alle Picadae oder Proxi-Server um allein schon die Tageszeigung
zu lesen. Irgendwie erinnert mich das an chinesische Verhältnisse siehe: Picadae.

Kann man wenn man will alles hier nachlesen:
(Solang es noch nicht geblockt ist! Scherz bei seite...)
http://www.gulli.com/news/internet-sperren-sperrlisten-2009-03-02/
http://www.gulli.com/news/wikileaks-stellungnahme-zu-2009-03-30/
http://www.gulli.com/news/wikileaks-domain-besitzer-2009-03-25/
Der Hammer schlecht hin: http://www.gulli.com/news/wikileaks-urteil-zu-indirekten-2009-03-31/

Zuerst nahmen sie uns praktisch das Recht der freihen Meinungsäußerung da das hosten von Seiten oder Bloggs usw.
durch das Gesetz/Urteil zu indirekten Links praktisch unmöglich wird und jezt können sie (in diesem Fall das BKA)
durch Zensur unsere Meinungsbildung bestimmen. Anscheinend entziehen sich die Sperlisten jeglicher öffentlichen
Kontrolle und sind somit geheim.

... Hurra das ist Deutschland ... und nicht vergessen: Du bist Deutschland!

Wer erstens Anonym und zweitens SPERLISTEN bzw. ZENSURFREI servern will der sollte unbedingt
TOR - Herunterladen und nutzen und ggf. auch unterstützen in dem man eigene Tor-Onion-Server auf macht.
Tor gibt es für Linux, Windows und Mac und ist natürlich kostenlos außerdem ist es
wie es sich für nicht-kapitalistische bzw. Non-Profit Organisationen gehört: OPEN SOURCE!
Torify yourself NOW! http://www.torproject.org/index.html.de

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