Open Access-Debatte

Derzeit findet in Deutschland ein Debatte zum Thema Open Access statt, in der mittlerweile sehr viele Dinge miteinander vermischt werden. Christoph Drösser hat nun in der Zeit einen gelungen Artikel zur Diskussion beigsteuert und bringt dabei den Antrieb hinter der Open Access-Bewegung auf den Punkt:

Denn im Wissenschaftsbetrieb beruht das Publikationsgeschäft bisher auf einer höchst asymmetrischen Arbeitsverteilung: Die Autoren liefern ihre Manuskripte kostenlos; die Begutachtung, peer review genannt, wird ebenfalls von Wissenschaftlern geleistet; der Verlag arbeitet das Dokument lediglich für den Druck beziehungsweise für die Onlinebereitstellung auf und bietet es zum Verkauf an; und dieselbe wissenschaftliche Community, die für die Inhalte gesorgt hat, zahlt am Ende hohe Preise, um die Texte lesen zu können.

Dazu gibt es auch ein paar interessante Zahlen zum Markt:

Wie sehr sich das Geschäft mit wissenschaftlichen Texten lohnt, zeigt ein Blick auf den Branchenführer Elsevier. Er machte 2007 einen Umsatz von 6,1 Milliarden Euro (zum Vergleich: Der gesamte deutsche Buchmarkt setzte im selben Jahr 9,6 Milliarden Euro um) und erzielte einen Gewinn von 1,6 Milliarden Euro.
E-Learning-Blog: 

Kommentare

Eine kritische Betrachtung zur Rolle von Roland Reuß liefert Matthias Spielkamp auf perlentaucher.de: Open Excess: Der Heidelberger Appell.

Neuen Kommentar schreiben