Die Zukunft der Lernumgebungen

Wie könnte und sollte die Lernumgebung der Zukunft aussehen? Eine eindeutige Antwort lässt sich darauf (glücklicherweise) nicht finden. Es wird vielmehr wohl so sein, dass man aus einer großen Zahl sehr guter Lernumgebungen das für den jeweiligen Zweck passendste System aussuchen kann. Dass wir diese Möglichkeit haben, aus einer großartigen Fülle von verschiedensten Systemen zu wählen, ist wohl am bezeichnendsten für unsere heutige Zeit. Dabei werden auch verschiedenste Ansätze mitunter zusammengeführt. Auf der einen Seite haben wir beispielsweise das Wiki-Konzept, auf der anderen Seite klassische Learning Managament Systeme für kursbasierte Trainings. Beide Welten kann man mit bestimmten (nicht-formalen) didaktischen Ansätzen zu sehr interessanten Anwendungsszenarien zusammenführen. Für mich hat sich dabei Drupal als ein überaus nützliche Softwarebasis herausgestellt, mit dem sich Kundenprojekte sehr gut realisieren lassen.

Ich komme übrigens darauf, weil Michael Feldstein über die Weiterentwicklung des LMS Sakai berichtet und dabei den Weg hin zu einem, wie er es nennt, »Wiki’ed Learning Environment« (WeLE) beschreibt:

If we have a learning environment in which the content, functionality, and navigation can all be collectively created and edited by participants, including anonymous participants when appropriate, and which can be collectively managed by the mechanism of versioning with rollback, we have what I believe is a new beast. It’s a WeLE. The course experience is owned by the participants. Naturally, if you have flexible permissions, you can create a spectrum of ownership alternatives ranging from the traditional to the radically open and communal, based on the particular needs and goals of the course.

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Kommentare

Moin Tim

Du liest Feldstein:-)
Ich habe schon öfters darüber nachgedacht ob LMS und Wikis aber auch Autorentools (die haste ja selbst ausgiebig evaluiert) nicht zuviel des Guten sind. Man könnte doch für jeden Kurs ein Content Wiki installieren und darüber nachdenken, ob man bestimmte Teilnehmer Write or Modify Rechte gibt. Das Wiki könnte sogar mit Read Rechten im Internet sein. Find ich total spannend und man spart sich ein CVS System und ein Autorentool. Ob das Drupal kann, weiss ich nicht, aber bei Moodle ist das Wiki viel zu schlecht.

Einfach mal darüber nachdenken...ersetze LMS durch Wiki:-)

Vielleicht probier ich es einmal aus, wenn ich meinen Medienkompetenzkurs einmal überarbeite.

Gruss aus dem sonnigen Norden
Andreas

Ja, Feldstein lese ich seit der Blackboard-Patent-Geschichte. Wenn du über Einsatzmöglichkeiten von Wikis als LMS nachdenken willst, können wir uns ja mal zusammensetzen. Ich halte das auch für eine spannende Geschichte und wer weiß, was sich daraus noch entwickeln könnte. Knackpunkt dürften allerdings Prüfungszenarien sein …

-Tim

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