Immer noch Blackboard

Bei Blackboard scheinen die Leute allmählich Panik zu bekommen. Der Marktführer, der 2005 WebCT übernommen hatte, hat im letzen Jahr ca. 24% seiner Anteile am amerikanschen Markt eingebüßt (von 77% runter auf 59% Marktanteil). Vielleicht erklärt das, warum sie mit allen Mitteln den kanadischen Konkurrenten Desire2Learn bekämpfen. Die zähe Geschichte um das angebliche »E-Learning-Patent« ist immer noch nicht restlos ausgestanden (Michael Feldstein beschreibt die Situation sehr ausführlich in seinem Blogpost »EduPatent Fight As Complicated As Ever«), da hat Blackboard eine weitere Klage gegen den Mitbewerber in Stellung gebracht: Blackboard Files Complaint With U.S. International Trade Commission Seeking to Block Sales of a Competitor's Products.

Stephen Downes schreibt dazu nur noch trocken: »Would the last developer to leave Blackboard please turn out the lights?«

Kommentare

Hallo Tim

Das deutsche Blackbaord ist imho tot. Wir waren damals die ersten deutschen Blackboard Kunden, aber auch die ersten die vollständig (2007 zu Moodle) gewechselt sind. Inzwischen sind aus der deutschen Community auch Uni Wien (jetzt Fronter) und die Uni Hamburg (jetzt Olat) gewechselt. Was mich allerdings wundert ist, dass der Aktienkurs diese Änderung nicht widerspiegelt. Wissen wir mehr als die Börsianer?

Gruss aus dem Norden
Andreas

Wie sieht es eigentlich mit der Verbreitung von WebCT an deutschen Hochschulen aus? Die dürfte doch nicht unerheblich sein, oder?

-Tim

ja, leider haben die vertreter von webct gute arbeit gemacht.
doch das offen bzw. systemische design von drupal und die extrem gut funktionierende community sind auf der "überholspur".
drupal (bzw. open atrium) wird aber sein siegeszug antreten, mit drupal 7 und u.a. RDFa gehts richtig nach vorne, da bin ich mir ganz sicher. semantische filter, faceted search etc. sematisch interlinked communities bzw sematic wikis sind greifbar nahe. davon ist webct bzw. blackboard noch weit entfernt.
a drupal lover

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