Digital Restrictions Management funktioniert nicht - Beispiel Kindle

Selbst die Musikindustrie, die nicht gerade als Hort innovativer Geschäftsideen bekannt ist, hat mittlerweile eingesehen, dass Digital Restricted Manamagement (DRM) für Kunden ein Grund ist, Musik nicht zu kaufen. Darum wird Musik mittlerweile wieder ohne DRM-Fesseln angeboten.

Amazon liefert nun ein schönes Beispiel, warum man seinem E-Book-Reader (in diesem Fall Kindle) nicht trauen kann: via Funknetzanbindung sind zwei Bücher von allen Kindles gelöscht worden. Anscheinend hatte der Verlag, der die E-Books zur Verfügung gestellt hatte, nicht die dafür notwendigen Verwertungsrechte. Dennoch, das Problem fasst Peter Sennhauser auf netzwertig.com treffend zusammen:

Was nichts an der orwellschen Horrorvision ändert, dass einem ein Verkäufer Waren, die man gekauft hat, unter irgendwelchen Begründungen nachts wieder aus dem Haus holt und einen Scheck über den Kaufpreis hinterlegt.

Kommentare

Wahnsinn...ist das jetzt ein Feature oder ein Bug?

Mittlerweile hat es das Thema sogar bis ins ARD/ZDF Morgenmazin mit einem sechsminütigen Beitrag geschafft und Amazon-Gründer Jeff Bezos hat sich für die Dummheit entschuldigt.

Leider wird an dem Grundübel DRM nichts geändert.

Nachtrag: Migros, der größte Einzelhandelskonzern der Schweiz, schließt seine Musik-Download-Plattform i-m.ch. Die dort vertriebene Musik ist DRM-reguliert und eigentlich hat man Lizenzen zum Hören der Musik mit einer Laufzeit bis 2011 verkauft, trotzdem hat man die Lizenzserver abgeschaltet und die gekauften Songs sind damit nicht mehr abspielbar.

DRM funktioniert nicht.

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