Testing ikiwiki

Gestern hatte ich mir als kleine Fingerübungen die Installation des Wikisystems ikiWiki vorgenommen. Auf ikiwiki war ich aus technischer Sicht schon länger neugierig, da es sich als Wikisauf bestehende Versionsverwaltungsysteme wie Git oder Subversion stützt und nicht versucht, dieses Rad neu zu erfinden. Vor allem das Zusammenspiel mit Git interessiert mich, schließlich arbeite ich in meinen Projekten viel und gerne damit.

Ikiwiki basiert auf Perl. Vor der eigentlichen Installation muss man eine ganze Reihe an Perl-Module aus dem CPAN installieren, die für den Betrieb des Wikis erforderlich sind. Wie man das auch ohne Root-Rechte hinbekommt wird glücklicherweise gut erklärt. Für den Betrieb braucht man dann noch als Versionsverwaltungssystem Bazaar, Darcs, Git, GNU arch, Mercurial, Monotone, RCS oder Subversion. Mit einer debianbasierten Linuxdistribution wäre ein Installation übrigens wesentlich einfacher zu haben (aptitude install ikiwiki), der Nachteil ist dann allerdings, dass die so aufgespielte ikiwiki-Version nicht die aktuellste ist.

Die Ausrichtung ikiwikis auf eher IT-orientierte Personen merkt nicht nur an der derzeitigen Versionsnummer (3.14159) sondern auch an der etwas hakeligen Konfiguration, wenn man die Software in einem nicht standardkonformen Pfad installieren möchte. Die Suchfunktion ist schnell und gut, benötigt aber ein installiertes Xapian. Der große Charme an ikiwiki liegt in den Backends wie Git oder Mercurial, mit denen man das Wiki auschecken und so auch offline bearbeiten kann. Die Daten liegen nämlich in einfachen Textdateien vor (zum Beispiel index.mdwn, help.creole), die von ikiwiki dann nach HTML konvertiert werden (»Ikiwiki is a wiki compiler«).

Ich werde das Testsystem mal für ein Projektwiki verwenden und sehen, wie sich damit in meinem Alltag arbeiten lässt.

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