Studie: Microblogging innerhalb und außerhalb von Unternehmen

Eine interessante Studie haben Kate Ehrlich und N. Sadat Shami von der IBM veröffentlicht. Bei der IBM wird ein internes Microblogging-System verwendet, das BlueTwit. Viele Nutzer des internen System nutzen auch gleichzeitig Twitter. Das haben sich die Auotren der Studie zunutze gemacht und verglichen, ob und wie sich die internen Postings auf BlueTwit von den öffentlichen Postings auf Twitter unterscheiden.

Für die Untersuchung haben sich die Autoren eine Kategorisierung der Inhalte vorgenommen. Unterschieden werden folgende Typen:

  • Status: Typische Statusmeldungen, was man gerade macht, denkt oder wo man sich befindet
  • Information: Eine Informations- oder Meinungsäußerung
  • Retweet: Retweet als eine wichtige Funktion des Crowd Sourcing
  • Fragestellung: Fragen mit der Intention, Antworten zu erhalten
  • Direkte Informationen: Informationen, die an jemanden direkt gerichtet sind
  • Direkte Fragen: Fragen, die an jemanden direkt gerichtet sind

Allerdings ist die Zahl der untersuchten Microblogging-Nutzer mit 34 relativ klein. Dennoch sind die Ergebnisse interessant:

Chart Typenverteilung Microblogging-Posts
Datenquelle: Kate Ehrlich, N. Sadat Shami: Microblogging Inside and Outside the Workplace. 2010.

Im qualitativen Teil haben die Autoren festgestellt, dass keiner der untersuchten Personen Probleme mit dem Umgang unternehmensinterne Informationen hatte. Und auch hier findet sich ein Indiz dafür, dass man mit Microblogging Grundbedürfnisse der menschlichen Kommunikation befriedigt:

Even though there is no explicit ‘friending’ model as there is in social network sites, there is a level of familiarity that comes from reading posts even from strangers or people who are not well known. Several people commented on the sense of connectedness that came with participation in microblogging. A typical comment,
I feel like I know these people. When it does come a time when I meet them or I might need to engage with them on something there has been an element of rapport established… we don't actually know each other but we do, from the interactions we’ve had in that space.

Weiterlesen: Kate Ehrlich, N. Sadat Shami: Microblogging Inside and Outside the Workplace (PDF).

[via FASTForward Blog]

Kommentare

Hallo,

interessante Studie.
Was mir aber vor allem bei Twitter (bei Blue Twit war ich noch nicht) aufgefallen ist, ist die Menge an Kurzinfo, mit Hinweis (Kurzlink) auf den eigenen Blog.

Fielen diese Tweets in der Studie nicht besonders auf, oder wurden sie nur nicht berücksichtigt. Bei den Twittern, die ich verfolge, ist das der überwiegende Teil der Tweets. Eine knackige Überschrift und der durch einen Anbieter gekürzte Link.

Gruß
Melanie

Darüber habe ich in der Studie nichts gelesen. Aber dort wurden fast ausschließlich Techies (Programmierer, Sysadmins, Ingenieure) der IBM untersucht, während man die »Selbstvermarkter« auf Twitter ja eher im Bereich Werbung und Medien verorten kann.

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[...] davon vermittelt, welche Möglichkeiten der social network analysis hier noch vor uns liegen (via Tim Schlotfeldt und Bill Ives). Kate Ehrlich und N. Sadat Shami, 2010 [...]

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