Learning Delphi 2010 ist da

Im Rahmen des MMB-Trendmonitor Learning Delphi 2010 haben 65 Experten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in einer Online-Befragung ihre Einschätzungen über zukünftige Entwicklungen im E-Learning-Bereich abgegeben. Wichtigste Formen des E-Learnings werden laut Experteneinschätzung Blended Learning und Web Based Trainings sein, aber Learning Communities und Social Networks in Unternehmen werden schon genauso wichtig angesehen. Micro-Blogging wird übrigens wenig Bedeutung beigemessen.

E-Learning-Dienstleiser schätzen vor allem bei Blended Learning und bei Web Bsed Trainings den kommerziellen Erfolg hoch ein, gefolgt von Simulation und virtuellen Klassenräumen. Wieviel man von solchen Ergbnissen halten kann, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Denn bei der Frage, welche drei E-Learning-Themen in den nächsten Jahen am stärksten an Bedeutung verlieren werden, wurden an erster Stelle WBTs und CBTs genannt.

Weiterlesen beim MMB-Institut: MMB-Trandmonitor Learning Delphi 2010 (pdf).

Kommentare

Sehr interessant und ich als kleiner "Experte" kann einiges zu den Themen bestätigen. Ich hab schon immer gedacht, dass Twitter & Co keinerlei Bedeutung im E-Learning haben (es gibt aber immer Ausnahmen). Die Trends zum Mikro-Learning und dem Mobil-Learning kann ich absolut bestätigen, wobei Mikro-Learning und Simulationen imho denkungsgleich sind.

Ich denke auch, dass mit dem Mobil-Learning auch Video-Podcasts eine große Rolle spielen werden, siehe iTunes und YouTube. Leider kann man die Bedeutung von Learning Management Systemen in der Darstellung nicht sehen. Ich denke verbunden mit dem Blended Learning setzt hier eine Marktdurchdringung ein, was das eigentliche Fundament aller zukünftigen Anwendungen ist. Hier wird Open Source eine wesentliche Rolle spielen (Moodle) und erst wenn KMUs diese Systeme ansatzweise nutzen, ziehen die anderen Trends hinterher.

Bis nächste Woche in Kiel
Gruss Andreas

Twitter und das »ganze Social-Gedöns« gehen eher in Richtung Informationsverarabeitungsprozesse und werden dann eher vom Budget des CIO finanziert werden. Es dürften eher die typischen IT-Beratungsfirmen mit der Schaffung einer Social Web-Infrastruktur beauftragt werden als de typische E-Learning-Dienstleister.

Kommerzieller Erfolg und Themenrelevanz kein Widerspruch

Lieber Herr Schlotfeldt,

danke, dass Sie die Ergebnisse des MMB Learning Delphi in Ihrem Blog aufgreifen.
Nur kurz zur Einschätzung von CBTs und WBTs: Die beiden Ergebnisse sehen erst einmal widersprüchlich aus, sind es aber nicht.
Web Based Trainings sind nach wie vor die kommerzielle "Brot-und-Butter"-Anwendung in der Branche.
Aber das ist inzwischen so selbstverständlich geworden, dass man kaum noch darüber spricht. Das Thema WBT verliert also in der öffentlichen Diskussion an Wichtigkeit, nicht aber bei den Aufträgen der E-Learning-Produzenten.

Zu Herrn Wittke: Simulationen und Mikro-Learning würde ich nicht als deckungsgleich ansehen, denn Simulationen bilden ja eher Prozesse und Umgebungen nach, die man modellhaft durchspielen kann, während Mikro-Learning eher die Nutzung kleiner Lernmodule am Arbeitsplatz bezeichnet (Learning on demand).

Beste Grüße aus Essen

Lutz Goertz

Hallo Herr Goertz,

vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Sie haben Recht, das muss kein Widerspruch sein, und obwohl ich es so sehe wie Sie, hat es mich dennoch ein wenig stutzen lassen.

WBTs stellen auch meiner Einschätzung nach neben Wartungs- bzw. Serviceverträgen die einzige Möglichkeit dar, nennenswerten Umsatz zu generieren. Twitter- oder Wiki-Beratung ist eher etwas für einzelne Spezialisten.

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