Bildung: Gutscheine statt Geldzahlung?

Seit einiger Zeit schaue ich mir wieder ganz gerne den Presseclub an. Beim letzten Mal ging es einmal mehr um unseren Sozialstaat. Der Staat muss die so genannten Hartz-IV-Sätze neu berechnen, in der dazu geführten öffentlichen Diskussionen werden statt Geldzahlungen auch zum Teil obskure Gutscheinmodelle gefordert.

Ein Blick in die U.S.A zeigt allerdings, dass reine Geldleistungen sehr wohl viel bewirken. Im April hatte die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung berichtet, dass die jährliche Zahlung von 4.000 US-Dollar an indianische Eltern eines Reservats die Bildungschancen deren Kinder maßgeblich erhöht hatte (ich hatte es hier schonmal erwähnt):

grob gerechnet, kommen die Forscher zu dem Ergebnis, dass 4000 Dollar zusätzliches Einkommen jährlich für die ärmsten Familien ein zusätzliches Schuljahr für die Kinder bedeuteten. Zudem senken die Transfers die Wahrscheinlichkeit, dass die Kinder mit 16 oder 17 Jahren kleinere Vergehen wie Diebstahl begangen haben, um rund 22 Prozent.

Es ist übrigens mitunter recht erkenntnisreich, wenn (Chef-) Redakteure über »Gürtel enger schnallen«, Lohnabstand und »Arbeit muss sich wieder lohnen« reden. (Chef-) Redakteure mit einem Jahresverdienst von 120.000,– Euro? 150.000,– Euro?

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