#bcki – Nach dem BarCamp Kiel ist vor dem BarCamp Kiel

Logo BarCamp Kiel

Ja, wie wars denn nun, das erste BarCamp in Kiel? Als einer aus dem Orga-Team bin ich wohl etwas voreingenommen; also mir hat es gefallen ;-) Und wenn man sich die bisherigen Reaktionen der Teilnehmer ansieht, geht es (fast) allen anderen Teilnehmern ebenso: »astreines Barcamp«, »Rundum gelungen«, »the people and spirits on this first Barcamp were great«. Das schmeichelt den Bauch und motiviert zu Folgetaten.

Das erste BarCamp in Kiel

Ein BarCamp ist so etwas wie eine selbstorganisierende Konferenz. Es gibt Ähnlichkeiten zu Open Space, das aber im Gegensatz zu einem BarCamp sehr strukturiert daher kommt und von Profis moderiert wird. Ein BarCamp findet am Wochenende für zwei Tage statt, hier in Kiel letztes Wochenende am 13. und 14. August 2010. Nach einer Vorstellungsrunde, bei der man seinen Name und drei Stichworten zu den eigenen Interessen nennt, folgt die Sessionplanung für den Tag. Jeder, der ein Thema für eine Session anbieten oder sich darüber in der Gruppe austauschen möchte, stellt das Thema kurz vor und fragt in die Runde, wer noch Interesse hat. An den Handmeldungen ist der Platzbedarf für diese Session erkennbar.

Wie würde ein BarCamp Kiel bei den Leuten ankommen? Wer wird tatsächlich kommen? Am Ende hatten sich 130 Teilnehmer angemeldet und etwas über 100 von ihnen sind auch gekommen. Unter den Teilnehmern waren weniger bekannte BarCamp-Besucher als ich erwartet hätte, und viele Teilnehmer kamen aus der Region. Das führte zu einem ausgeprägten regionalen Charakter, so wie ich es bisher bei BarCamps noch nicht kennen gelernt hatte. Und ich muss sagen, dadurch hatten die zwei Tage ihren ganz eigenen Charme gewonnen. Dabei ist die erstaunlich vielfältige die IT- und Web-Szene sichtbar geworden, von der Haskell-Gruppe über die Elektrobastlern bis hin zu Kieler Unternehmen, die iPad-Publikationen erstellen oder Browser Games entwickeln und anbieten.

Foto Session Grid BarCamp Kiel

Es war übrigens interessant zu sehen, wie schnell die Teilnehmer, von denen ja viele gerade ihr erstes BarCamp erlebt hatten, sich an diese Form des Wissensaustausch angepasst haben. Am ersten Tag hat man bei der morgendlichen Sessionplanung noch ein gewisses Zögern und Vorsicht gespürt. Am zweiten Tag dann gingen die Leute wesentlich unbekümmerter an die Sessionplanung, hatte der Vortag doch gezeigt, dass alle sehr wertschätzend miteinander umgegangen sind.

Abendveranstaltung Jour Fitz

Mit-Organisatorin Miriam hatte früh die Idee eingebracht, das BarCamp mit einem Jour Fitz, einer Bloggerlesung, zu kombinieren. Das konnte direkt an der Kieler Förde im Camp24|7 statt finden und hat sich zu einem echten Highlight entwickelt. Witzige bis durchgeknallte Texte und Blog-Leser, die sich mitunter den Nebelhörnern vorbeifahrender Schiffe geschlagen geben mussten.

Sessions

Wenn es ging, habe ich auch Sessions besucht. Besonders gefallen haben mir darunter der Vortrag iPad Magazin, Grundlagen der Entwicklung und Erlösmodelle, die Vorstellung von Hinnerks und Ulrichs neuem Projekt Anonymes Surfen mit TOR (Convenient Secure Tor Proxy) sowie der Vortrag von Christoph Zukunft Internet - Breitband, DSL, Glasfaser mit der Idee, ganz Kiel ans Glasfaber anzuschließen (FTTH). Am zweiten Tag habe ich zwei Einsteiger-Sessions gehalten, eines zum Thema Git und eines über Status.Net/ Identi.ca (Features und Installation, die Dokumentation schiebe ich später noch ins Wiki).

Das Orga-Team

Schon vor zwei Jahren (vielleicht sogar noch früher) wurde vereinzelt das Thema BarCamp in Kiel angesprochen. Die Idee spukte bei vielen Treffen und Veranstaltungen in Kiel durch die Räume. Jeder, der bei einem BarCamp wie denen in Hamburg oder Berlin mit dabei war, war an einer solchen Veranstaltung für Kiel interessiert. Aber so ein Gedanke muss sich in den Köpfen festsetzen, bis sich genügend Freiwillige finden und es zu ersten Taten kommt. Ich weiß nicht, ob es daran gelegen hat, aber im Orga-Team hat sich ein ganz schön sympathischer Haufen Menschen versammelt. Entspannt und professionell wurde das BarCamp Kiel geplant, erforscht und wurden die To-Dos erledigt. Es hat mit euch sehr viel Spaß gemacht: Christoph, Daniela, Frank, Frank, Harm, Jan, Karen, Marion, Martin, Miriam Saara, Sebastian, Steffen und Swen.

Wir hattem übrigens im Vorfeld lediglich sechs Orga-Treffen. Die meisten Planungen und Absprachen erfolgten im Wiki und auf der Orga-Mailingliste.

Ich habe eben nachgesehen, wann denn die erste Seite im BarCamp Kiel-Wiki angelegt worden ist. Es ist der 1. April 2010 gewesen… Davor gab es ein ähnliches Wiki auf Wikia, aber wegen dessen Usability, die Einsteiger eher abschrecken lies denn zur Mitarbeit einlud, sollte man darüber den Mantel des Schweigens hüllen und nicht weiter zurück blicken. Ende März haben wir die Domain barcampkiel.de eingerichtet und das jetzige Wiki installiert

Das Wiki besteht aktuell aus 227 Seiten mit 43 MByte an Daten. Die Orga-Mailingliste ist sei dem 22. April 2010 in Betrieb. Seit dem haben wir dort ca. 1.100 Nachrichten ausgetauscht mit einem Datenvolumen von 37 MByte. Daneben exisitiert noch ein Jabber-Chatraum, der aber nicht benutzt worden ist. Die Kommunikation lief und läuft überwiegend über die Mailingliste.

Dank an die Sponsoren

Die Teilnahme an einem BarCamp ist kostenlos. Ziel ist es, allen Interessierten die Teilnahme an einer (sehr intensiven) Veranstaltung zum Wissensaustausch, zum voneinander Lernen, zu ermöglichen. Da aber Kosten entstehen, funktioniert so etwas nur mit Hilfe von Sponsoren. Allen Sponsoren ein großes Dankeschön, dass sie das BarCamp Kiel unterstützt haben.Das Wissenschaftzentrum hat die Räumlichkeiten kostenlos zur Verfügung gestellt und tritt sogar als Mitveranstalter auf, was auch versicherungstechnische Vorteile bringt. KielNET war ziemlich schnell zur Stelle, um das BarCamp ans Internet zu bringen und uns organisatorisch zu unterstützen. Addix hat für den Aufbau des WLANs gesorgt. Und schließlich brachten uns Otto Group und T-Mobile mit ihrer großzügigen finanziellen Unterstützung Planungssicherheit.

Weiter Sponsoren sind New Communication, sealMedia, Nitor, Kooperativa, Förde Sparkasse, netImpact, Kiel Marketing, getDigital.de, Consist und Kieler Linuxtage.

Vielen Dank, liebe Sponsoren.

Abschluss und Ausblick

Am Ende des zweiten Tages hatten wir mit den Teilnehmern eine Abschlussrunde abgehalten. Wir wollten Rückmeldungen einsammeln und einschätzen können, ob Interesse an einem weiteren BarCamp im nächsten Jahr besteht. Dabei ist ziemlich schnell klar geworden, dass irgendwie alle heiß auf das nächste BarCamp sind :-) Und ich vermute, da jetzt allen der Ablauf eines BarCamps vertraut ist, werden noch einige mehr zum Orga-Team dazustoßen, um Aufgaben zu übernehmen und Ideen einzubringen.

E-Learning-Blog: 

Kommentare

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Ja, es hat alles sehr viel Spaß gemacht und einiges in die Wege geleitet. Sei es, dass mensch endlich mal die Menschen "face to face" getroffen hat, die schon Jahre als "Freunde" bei Twitter et al abonniert sind, die Diskussionen rund um Lokaljournalismus, um ein landespolitisches Blog, die vielen Gespräche zwischen den Sessions.

Was mich einerseits sehr gewundert, aber auch gefreut hat: Auch Web1.0-Anwendungen haben noch ihre Berechtigung, was an der Mailingliste sichtbar wurde. Ich bin erst zum Schluss zum Orga-Team dazu gestoßen, war aber in Kürze im Bild über die Abläufe und den Projektstand. Alles in allem kann ich sagen, dass das #bcki sehr professional angegangen wurde -- die Reaktionen der Teilnehmer in der Abschlußrunde haben es ja auch gezeigt.

Ich freu mich schon aufs #bcki 2011!

Zweitausendelf, wir kommen ;-) #bcki

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