»fighting for beauty and the user since last century«

Das Web, besondes seit dem 2.0, ist wirklich klasse. Es hat rasante technische Fortschritte gegeben, und das vorbei an dem einstmals domianten Webbrower von Microsoft, der im Jahr 2003 noch einen Marktanteil von gut und gerne 90% hatte. Der Firefox hat sich schnell entwickelt, aber in einigen Bereichen ist er wiederum von anderen überholt worden, von Apples Safari und Googles Chrome. Dass dieser Wettstreit möglich ist, hat unter anderem einen Grund: Standardkonformität (okay, der andere Grund ist Open Source, aber das ist hier nur am Rande ein Thema).

Die ursprünglich Idee hinter dem World Wide Web war, Information in einem standardisierten und offenen System zugänglich zu machen. Das »2.0« ist eine Weiterenwicklung dieser Idee: Es geht nicht nur noch um Informationen an sich sondern auch um Applikationen und Benutzerschnittstellen zu den Informationen, die in einem standardisierten und offenen System geschaffen werden. Offen heißt, ich muss nicht bezahlen, um die Standards lesen zu können, und ich muss auch keine Lizenzen zahlen, wenn ich Standard in der eigenen Software nutzen möchte. Egal, welches Betriebssystem, egal welchen Webbrowser ich verwende, ich kann darauf zugreifen und ich kann mitmachen, partizipieren. Vorbei die Zeiten, als man als BeOS-, BSD-, Linux-, OS X- oder Solaris-Nutzer ausgeschlossen war. Vorbei die Zeiten, als man sich in Diskussionen rechtfertigen musste, wenn man kein Windows benutzte. Vorbei die Zeiten, als man einen Internet Explorer 6.0 benutzen musste.

Im Unternehmensumfeld, meinem Arbeitsgebiet, sieht es allerdings noch so wie 2003 aus. Aber das Unternehmensumfeld ist nicht mehr der Innovationstreiber im Internet, statt dessen schauen Unternehmen auf das Web 2.0 um zu lernen, was heute alles möglich ist.

Es gibt eine Nähe zwischen Web 2.0 und BarCamps. Auch BarCamps haben die Idee, den Rahmen für einen Informationsaustausch mit so wenig Schranken wie möglich zu schaffen. Keine teuren Konferenzgebühren, kein Programmkomitee, das Themen vorgibt, statt dessen die Möglichkeit, eigene Themen einzubringen. Und das funktioniert ausgesprochen gut, so gut, dass auch im Unternehmensbereich darüber nachgedacht wird, die BarCamp-Idee zu adaptieren.

Und warum schreibe ich das gerade? Weil Franz Patzig ein Webinar zum Thema BarCamps & interne Unkonferenzen organisieren anbietet. Mit Citrix' GoToMeeting, einem Business-System, das nur unter Windows und OS X läuft. Citrix ist zwar ein Kunde von Franz Patzig, aber er hätte sicherlich auch von einem anderen Anbieter einen kostenlosen Zugang erhalten können. Zum Beispiel mit BigBlueButton, mit dem die Entwickler von TikiWiki arbeiten. Oder DimDim. Oder Openmeetings. Oder WebHuddle. Oder das gerade von Blackboard gekaufte Elluminate. Eine Liste von Web-Conferencing-Systemen gibt es bei Wikipedia: Comparison of web conferencing software.

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