Das eigene Microblog mit StatusNet

Twittern ist das Synonym schlechthin für Microblogging. Aber es gibt noch andere Dienste, die ähnliches bieten wie das Start-Up aus San Francisco. Für den Unternehmenseinsatz sind beispielsweise Yammer und die Open Source-Lösung StatusNet gut geeignet. Der Nachteil an Twitter und Yammer ist allerdings, dass man sich auf den Service des jeweiligen Dienstleisters verlassen muss, was gerade im Hinblick auf das eigene soziale Netzwerk nicht immer schön ist. Im Frühjahr 2010 überraschte beispielsweise Ning die Netzwelt mit dem Schritt hin zum kostenpflichtigen Service. Viel schwerwiegender ist es aber, wenn man recht willkürlich von solchen Diensten ausgeschlossen wird (das ist mir bei Twitter einmal passiert).

Ihr Browser kann das SVG-Objekt leider nicht anzeigen!

Ende des letzten Jahres wurde dann dank WikiLeaks vielen klar, wie schnell Unternehmen einem Kunden auf Grund von AGB-Regelungen den Dienst kündigen können. Da ich schon länger vorhatte, meine Microblogging-Aktivität von Identi.ca abzuziehen hin auf einen eigenen Server, habe ich das zum Anlass genommen, Anfang Dezember einen eigenen Microblogging-Server mit Hilfe von StatusNet unter der Adresse status.tschlotfeldt.de aufzusetzen. Bisher hatte ich meine »Dents« bzw. »Tweets« auf Identi.ca gepostet, von dort sind sie dann gleichzeitig an meinen Twitter-Account (@tschlotfeldt) weiter gereicht worden. Seit dem 9. Dezember 2010 microblogge ich über status.tschlotfeldt.de.

StatusNet eignet sich mit seinen erweiterten Funktionen hervorragend für den Einsatz in Unternehmen. Ein paar Features:

  • Auf Wunsch keine Beschränkung der Nachrichtenlänge auf 140 Zeichen.
  • Dateien müssen nicht auf anderen Services gepostet werden sondern können einfach an Nachrichten angehängt werden.
  • Jabber-Interface
  • Verbindungen zu Twitter und Facebook.
  • Gruppen!
  • OStatus!

Ein Ziel vom Hauptentwickler von StatusNet, Evan Prodromou, war die einfache Installation der Software. Er hat nicht auf spezialisierte Bibliotheken gesetzt sondern entwickelte die Software mit dem Ziel, dass diese bei einem beliebigen Webhoster mit PHP und MySQL funktionieren soll. Und er hat es tatsächlich geschafft, vielen Dank Evan!

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