Nachtrag zum Learntec-Workshop »Web 2.0 zum Anfassen«

Die Durchführung eines Workshops ist für mich immer sehr aufregend. Man kann vorher niemals sagen, was passieren wird und mit welchen Fragen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beschäftigen werden, da jeder mit ganz individuellen Erfahrungen und Erwartungen in die Veranstaltung geht. Die eingesetzte Technik spielt ebenfalls nicht immer ordentlich mit. Bei einem Workshop wie dem »Web 2.0 zum Anfassen« während der Learntec kann vor allem die Internetanbindung der fünf Arbeitsgruppenrechner schon mal für ernsthafte Probleme sorgen, was dann den Sinn einer solchen Veranstaltung in Frage stellt. Die Messetechniker der Learntec, die den Workshopraum mit den Rechnern hergerichtet hatten, verzichteten wohlweislich auf die Verwendung des WLANs und verlegten stattdessen Patchkabel zu jedem Laptop. Damit war die Internetanbindung gesichert, Ausfälle während des Workshop kamen nicht vor. Allerdings hatte ein Laptop bzw. der dort eingerichtete Firefox das Problem, seine Sessions zu halten. Die Teilnehmer konnten sich mit diesem Gerät zwar in das Wiki einloggen, sind dann aber gleich wieder rausgeflogen. Ein Wechsel des Browsers hat das Problem dann aber behoben.

Der Workshop fand am Nachmittag von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr statt. Parallel liefen eine Reihe interessanter Vorträge, von denen ich auch gerne einige gehört hätte (beispielsweise Steve Wheeler). Darum war ich ziemlich glücklich, als ich sah, wie sich die Tische des World Cafés immer weiter füllten. Nach einer kurzen Begrüßung und Vorstellungsrunde ging es los: in drei Runden konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zuerst Wikis, dann Twitter-artige Microblogs und abschließend Weblogs erkunden. Dabei orientierten sie sich an folgenden drei Fragen:

  1. Welche Möglichkeiten bietet der jeweilige Web 2.0-Dienst aus einem Unternehmen?
  2. Welche Möglichkeiten bietet der jeweilige Web 2.0-Dienst aus persönlicher Sicht den einzelnen Nutzerinnen und Nutzern?
  3. Welche Kritikpunkte und Schwächen sehen Sie beim jeweiligen Web 2.0-Dienst?

Wie es sich für ein World Café gehört wurde viel diskutiert, besprochen und am Rechner ausprobiert. Dieses ausprobieren ist meiner Meinung nach unglaublich wichtig. Darum auch der passwortgeschützte Server, den ich für die Veranstaltung aufgesetzt hatte. Und darum auch dieses Konzept, das ein gemeinschaftliches Entdecken der Web 2.0-Dienste in der Gruppe vorsieht. Die Kleingruppe, die sich einen Rechner teilt, probiert ziemlich unbeschwert alles mögliche aus. Und man tauscht sich am Rechner aus, wie es einem geht, wenn eigene Texte von anderen verändert oder kommentiert werden.

An dem Workshop hatten unter anderem Personalentwickler, Lehrkräfte und Vertreter von Akademien und Universitäten teilgenommen. Auch wenn drei Stunden recht kurz sind, wenn man sich mit dem Thema Web 2.0 beschäftigt, schien jeder etwas neues und interessantes mit nach Hause nehmen zu können. Und in der Abschlussrunde wurde deutlich, dass das Konzept des Workshops die Teilnehmerinnen und Teilnehmer überzeugt hatte.

Siehe auch im E-Learning-Wiki: Workshop Web 2.0 zum Anfassen.

Sektionen: 
E-Learning-Blog: 

Kommentare

Ich hatte mich für einen Teil der Wiki- und Microblogging-Vorstellung dazugesellt fand den Workshop wirklich gut gelungen. Dank der oftmals schnellen Einarbeitung in die Tools wurde an den Tischen rege diskutiert, vor allem was den Sinn und Unsinn der Tools betrifft. Gerade beim Thema Mircroblogging gingen die Meinungen stark auseinander, aber alle hatten wohl etwas Blut geleckt und einer der "Das lenkt die Mitarbeiter doch nur ab"-Kritiker meinte zum Schluss, er wird es vielleicht doch mal ausprobieren.

Ich mag solche Konzepte, bei denen die Teilnehmer (anders als bei einigen Vorträgen) wirklich etwas mitnehmen und sich gemeinsam etwas neues erarbeiten. Diesen Fall haben wir in der Uni ja recht häufig und ich denke, ein an ein World Café angelehntes Gruppenarbeitskonzept wird sich früher oder später auch in meinen Veranstaltungen wiederfinden.

Danke für den Einblick!

Danke für deine tolle Rückmeldung! Da macht so eine Workshop-Moderation dann gleich doppelt so viel Spaß ;-)

[...] “peperoni flavoured mobile web adventure“, Ralf Baum von Carrot Business Solutions, Tim Schlotfeldt zu seinem Web 2.0 World Cafe, der Deutschlandfunk zu StahlbauWiki (D-ELINA-Gewinner), die [...]

Neuen Kommentar schreiben