Sich gegen Facebook wehren

Bisher war es ziemlich einfach, Informationen auf der eigenen Website zu veröffentlichen und dann bei Facebook mit einzubinden. Dagegen geht Facebook nun aber immer mehr vor, da der Konzern es lieber sieht, dass seine Nutzer gar keine andere Webpräsenz außer die bei Facebook haben.

Anil Dash zeigt in seinem Blogpost „Facebook is gaslighting the web. We can fix it.“an Hand von Beispielen, wie Facebook in den U.S.A gerade agiert:

  • seit heute (22. Nov 2011) ist es nicht mehr möglich, Inhalte von der eigenen Website (z.B. via RSS) in Facebook zu integrieren
  • das neue „frictionless sharing“ hat sich als eine sehr effektive Barriere gegen das bewusste Teilen von Informationen herausgestellt
  • Facebook macht seinen Usern Angst vor Links auf andere Websites, in dem vor angeblich unsicheren und gefährlichen Verweisen gewarnt wird

Anil Dash schlägt als Selbstverteidigung allen Facebook-Nutzern vor, die Domain facebook.com bei StopBadware.org zu melden, so dass Browser wie Firefox und Chrome vor dem Besuch von Facebook warnen müssten.

Ich würde ja statt dessen vorschlagen, gleich ganz auf Facebook zu verzichten und lieber etwas wie Diaspora oder Friendica zu benutzen. Aber das mag ja niemand hören ;-)

[via vowe]

E-Learning-Blog: 

Kommentare

Diaspora mag mich nicht!!
Mehrfache Versuche einen Account anzumelden, sind bislang erfolglos geblieben. Ich bin aber ganz zufrieden mit Google+ (ich weiss, ich auch ein Datensammler, immer noch besser als Facebook).

Lieber Herr Schlotfeldt,

ich stimme nicht ganz mit Ihnen überein, "dass das niemand hören will" - im Gegenteil scheint es mir so, als erwacht nach und nach ein kritisches Bewußtsein bezüglich der sogenannten "Umsonst"-Dienste und es wird kritischer hingeschaut - auch wenn mir spontan dazu nicht viele Belege aus der deutschsprachigen Community einfallen...

Ich stimme aber sehr mit Ihnen überein, dass das Diaspora-Projekt interessante Grundsätze verfolgt: Das kann m.E. auch in der anhaltenden Diskussion und Erprobung von E-Portfolios ein lohnenswerter Ansatz sein, weil in diesem Zusammenhang die Frage früher oder später wichtig werden wird, ob und in welcher Form die entstehenden Mengen von sensiblen Daten organisiert werden können.

Also: Danke für den Beitrag & dranbleiben, die "dunkle Seite" (bzw. unsere Halbblindheit) der "Umsonst"-Dienste weiter zu thematisieren, dokumentieren und Alternativen stark machen.

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