Workshop zum informelles Lernen auf dem Fernausbildungskongress 2006

Auf dem diesjährigen Fernausbildungskongress führt das BIBB einen Workshop zum Thema informelles Lernen durch. Sebastian Pütz, der mit einem Vortrag dabei sein wird, führt in seinem Blog einige Fragen auf, deren Beantwortung für jeden Weiterbildungsverantwortlichen interessant sind:

  • Wie können informelle (E-)Lernmöglichkeiten in formale (E-)Seminare integriert werden, so dass der Sprung vom formalen zum informellen E-Learning geschafft wird?
  • Welche Kompetenzen braucht der Lernende für das informelle E-Learning und wie kann er diese erwerben? (eine m. E. vernachlässigte Frage!)
  • Inwiefern verläuft die Entwicklung vom E-Learning 1.0 zum E-Learning 2.0 parallel zu der Entwicklung vom formalen zum informellen E-Learning?
  • Wie kann informelles E-Learning zu einem Geschäftsfeld für Bildungsanbieter werden?

Allerdings existiert die erste Frage für mich eigentlich nicht. Die Reduktion der Seminarinhalte auf das Wesentliche haben wir schon mit dem Blended Learning-Konzept vorexerziert. Wann welches Tool im Einzelnen nun seine größte Wirksamkeit entfalten wird, ist eine Frage, die individuell zu beantworten ist. Die zweite Frage möchte ich dagegen durch eine noch wesentlichere Frage ergänzen: Im Rahmen welcher Organisationsformen und -kulturen sind e-gestützte informelle Lernprozesse erfolgreich einsetzbar?

Die letzte Frage ist für mich und Nitor ebenfalls spannend. Ich sehe da meine Aufgabe weniger in der Implementierung von Tools und Prozessen. Viel wichtiger ist es, auf der einen Seite eine adäquate Firmen- bzw. Organisationskultur zu entwickeln und auf der anderen Seite nicht nur die nötigen Kompetenzen bei den Mitarbeitern auszubauen, sondern auch ein entsprechendes Selbstverständnis zu ihrer eigenen Rolle innerhalb ihrer Organisation zu entwickeln.

Weiterlesen bei Sebastian Pütz: Fernausbildungskongress 2006.

Kommentare

in Bereich des e-Learning würde ich ergänzend, von der Notwendigkeit zur Implementierung einer entsprechenden "Lernkultur" in Unternehmen sprechen. Schaut man sich an wie teilweise die Personalentwicklungsabteilungen in deutschen Unternehmen aufgestellt sind, welchen Stellenwert die Personalentwicklung besitzt, kann man von "enormen" Handlungsbedarf sprechen.
Nicht zuletzt sind Deutsche Unternehmen im europäischen Vergleich, bezogen auf die Ausgaben pro MA für entspr. Qualifizierungsmassnahmen an letzter Stelle!

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