AGG-Test bei Checkpoint E-Learning und Wirtschaft und Weiterbildung

Checkpoint E-Learning und Wirtschaft und Weiterbildung haben einen Test von neun Lernprogrammen zum Thema AGG veröffentlicht. Nun ja, was soll ich dazu sagen. Ein »zweiter Platz« ist zwar ganz nett, aber doch nicht wirklich befriedigend. Die Unzufriedenheit mag auch von einer gewissen Intransparenz der Bewertungskriterien herrühren, aus meiner subjektiven Warte würde ich nämlich – nicht nur was unser eigenes Lernprogramm angeht – eine zum Teil drastisch andere Reihenfolge vornehmen.

Der Test fand anscheinend im Oktober statt. Zu diesem Zeitpunkt haben Interessenten bei uns einen Zugang zu der jeweils tagesaktuellen Beta-Version erhalten, natürlich mit dem entsprechenden Hinweis auf den nicht qualitätsgesicherten Status. Was geblieben ist, ist tatsächlich ein fehlendes visuelles Feedback bei unter bestimmten Umständen auftretenden Ladezeiten, was ich sehr ärgerlich finde, wofür wir aber noch keine Lösung gefunden haben. Woher die Aussage kommt, dass eine Anpassbarkeit an Kundenwünsche bei unserem WBT nicht vorgesehen ist, wird wohl immer ein Rätsel bleiben.

Mittlerweile gibt es auch einen ausführlichen Prüfbericht über 131 Seiten für 130 EUR bei Checkpoint E-Learning zum Download. Ich bin gespannt, ob wir da ein Belegexemplar von bekommen.

Weiterlesen:

Disclaimer: Ich bin bei der Nitor GmbH für die Entwicklung des Lernprogramms zum Thema Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG), dessen Titel »Gleichbehandlung im Beruf – Das AGG in der betrieblichen Praxis. Orientieren, umdenken, handeln« lautet, zuständig. Ds WBT entwickeln wir zusammen mit der RWE Systems Academy. In meinem E-Learning-Blog hier habe ich eine kleine Ecke als »Projektblog AGG« eingerichtet, in der ich unregelmäßig über die Themengebiete AGG und E-Learning sowie zum Projektstatus schreibe. Der erste Beitrag dieser Reihe lautete Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und E-Learning.

Update: Checkpoint E-Learning hat deren Test inhaltlich ein wenig überarbeitet. Allerdings ohne darauf aufmerksam zu machen. Nunja, immerhin sind die Kritikpunkte aus unserer Beta-Version verschwunden, auch wenn es an der Gesamtbewertung nichts geändert hat. Was wiederum hinsichtlich der Bewertungskriterien tief blicken lässt...

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Kommentare

Über meine Recherche nach einem Blog der Zeitschrift wirtschaft + weiterbildung bin ich auf Ihre Seite gekommen. Auch für mich koppeln sich (echte) Tests an vergleichbare und vor allem messbare Prüfkriterien und deren Transparenz in der Veröffentlichung.

Nun, die Zeitschrift w+w hat mich in ihrer Eigenschaft als Fachzeitschrift hinsichtlich eines gerade publizierten "Tests" überrascht: Unter dem Titel "Online-Coaching im Test: Muttis Zielkonflikte lösen" wurde der subjektive Erfahrungsbericht der undercover agierenden Journalistin Irene Portnoy als "Test-Beweis" für qualitativ mangelhaftes Online-Coaching herangezogen. Ein kostenloser, einmaliger und als Einbahnstraßenkommunikation angelegter Online-Coachimpuls wurde mit kostenpflichtigen Online-Anbietern verglichen, die in einen echten, dialogischen Prozess mit der Coachee einstiegen... Wo genau liegt die Vergleichbarkeit, wenn unterschiedlichste Dienstleistungen unter dem Begriff "Online-Coaching" subsumiert werden?

Die journalistische Filtertechnik in der Darstellung der "Testergebnisse" lässt bei mir ebenfalls große Zweifel aufkommen: Ich habe ja den direkten Vergleich zwischen dem, was ich der Dame als mwonline-Coach geschrieben hatte und dem, was in einer Minisequenz ihres Artikels daraus wurde. Ganz davon abgesehen, dass ich als Coach weder online noch offline die "Zielkonflikte" meiner Kunden löse - ich unterstütze sie dabei, dies selbst zu tun.

Herzliche Grüße

Sandra Heinzelmann

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