Anti-Plagiatsdienst verklagt

Nicht nur in den U.S.A sondern auch in Deutschland muss man als Student an einigen Hochschulen damit rechnen, dass die eigene Arbeit an einen Anti-Plagiatsdienst übergeben wird. Entsprechende Rechte lassen sich die Hochschulen anscheinend per Unterschrift einräumen (ich habe das nicht mehr so genau im Kopf, die c't hatte das mal in einem Artikel aufgerollt). Nun verklagen vier US-Schüler einen solchen Dienst wegen Copyright-Verletzungen auf 900.000 Dollar Schadenersatz. Der Dienstleister arbeitet nämlich so, dass geprüfte Arbeiten in eine große Datenbank wandern und dann als Vergleichsbasis dienen. Das dürfte dann in der Tat eine Urheberrechtsverletzung sein, wenn die Urheber sich damit nicht einverstanden erklärt haben. In der Heise-Meldung wird auch kurz über Hintergründe berichtet:

Im September vorigen Jahres hatten 16 Schüler der McLean High School ein "Committee for Student Rights" als Protest gegen die Verträge ihrer Schulbehörde mit iParadigms gegründet. Dem Problem widmet sich auch eine eigene Website. Neben dem Copyright sehen die Schüler auch ihre Persönlichkeitsrechte beeinträchtigt, da das System auf der Annahme beruhe, jeder sei schuldig, bis das Gegenteil bewiesen werde. Zudem werde auch der Datenschutz missachtet, da die Schüler keine Möglichkeit hätten, ihre Arbeiten aus der Datenbank zu entfernen. Mit dieser Beschwerde wandte sich das Kommitee im November vorigen Jahres an iParadigms.

In Deutschland ist das als Student nicht ganz so einfach. Hier haben wir ja eine Tradition, dass Studenten Ihren Lehrenden schnell mal Rechte abtreten müssen. Oder irre ich mich da?

Weiterlesen:

Neuen Kommentar schreiben