Nach der re:publica ein Webmontag in Kiel

Gestern war ich zum zweiten Mal beim Kieler Webmontag (meinen ersten Besuch hatte ich glaube ich aus Mangel an Zeit unterschlagen). Die Kieler Webmontage sind zu meiner Überraschung immer gut besucht, diesmal waren sogar eine Reihe ehemaliger Toppointler mit dabei: Judith, Boris und Stefan (ich hatte bis Ende letzten Jahres noch meine alte Toppoint-Adresse und eine uccp-Anbindung, die 10 Jahre reibungslos funktionierte – hach, ich muss doch noch mal meinen digitalen Werdegang nachzeichnen ;-)).

Ich habe die Veranstaltung diesmal dazu genutzt, die Idee einer gemeinnützigen Schüler- und Azubiplattform einem größeren Kreis vorzustellen. Aber dazu werde ich am Ende etwas mehr schreiben. Janko Hauser hatte einen sehr spannenden Vortrag zum Webmontag mitgebracht. Er hat von einem Riesen-Projekt bei verdi berichtet, im Zuge dessen sämtliche Webpräsenzen von einem einzigen Content Mangement System verwaltet werden sollen. Und sie haben es tatsächlich geschafft, mit diesem Systems auf Zope-Basis 1.000 Multisites mit 1.000 Autoren und Redakteuren sowie rund 500.000 Usern zu bedienen. Respekt. Noch mehr Respekt übrigens für Jankos kurzweilige und spannende Vortragsform.

Neben den Vortragen kreiste die Dikussion dann um die re:publica und um das Projekt "One Laptop per Child. Das Projekt wurde im Januar 2005 ins Leben gerufen mit dem Ziel, einen 100-Dollar-Laptop zu produzieren und Schülern weltweit zur Verfügung zu stellen. D.h. die Schüler machen dann E-Learning. Technisch, politisch und finanziell wurde dabei in zwei Jahren eine Menge bewegt. (Ich stelle mir gerade vor, wie ein junger Mensch, der mit so einem Laptop groß geworden ist dann als Gaststudent eine deutsche Universität im Jahr 2020 besucht)

Schüler- und Azubi-Plattform

Die Idee zu diesem Projekt schwirrte mir schon länger im Kopf und ich habe darüber auch in Nebensätzen gebloggt ;-) Dennoch hat sich die Idee im Wiki weiterentwickelt, zum Beispiel durch viele Beiträge von Albert K. Petersheim. Nun denn, in einer Kurzpräsentation habe ich also dem Kieler Webmontag die Idee vorgestellt, nämlich eine Plattform für Schüler und Azubis zu initieren, die drei Ziele verfolgt:

  1. Entwicklung von Handlungskompetenz fördern
  2. Unterstützung bei der Berufsvorbereitung und Karriereplanung
  3. Dialog zwischen Unternehmen und Schülern

Die Idee ist glaube ich ganz gut angenommen worden. In der anschließenden Diskussion wurde dann schnell deutlich, dass das eigentlich schwierige an der ganzen Sache noch nicht gemeistert ist: Nämlich die Schüler und die Azubis für diese Plattform, diese Community zu gewinnen. Interessanter Weise waren unter den Teilnehmern einige, die schon Erfahrung im Aufbau von Communities im Schüler- bzw. Studentenumfeld haben. Von daher gab es sehr wertvolle Tipps. Vielen Dank dafür.

Und wem jetzt auch noch schöne Ideen und Tipps für das Projekt einfallen: Bitte melden!

Es ist übrigens auch ein schönes Beispiel, dass es sich lohnt, "unfertiges" zu zeigen. Ich habe wertvolle Rückmeldungen erhalten, die ich in die Realisierung mit einfließen lasse. Und bin auch dank dieser Rückmeldungen guter Dinge, dass die Plattform ein gutes Werkzeugt für Schüler und auch Unternehmen sein kann.

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