MMKH unter Druck?

In der taz:

Die Opposition startet einen neuen Angriff auf Wissenschaftssenator Jörg Dräger (parteilos). Dieser hatte 2002 zu Zeiten der Internet-Euphorie eine Multimediakontor GmbH (MMKH) gründen lassen, die die damals sprießenden Fördergelder für E-Learning bündeln und die von Hochschulen in diesem Bereich entwickelte Software verkaufen sollte. Aus Sicht der SPD und GAL-HochschulexpertInnen Barbara Brüning und Heike Opitz schuf er damit eine "überflüssige Bürokratie", die die Hochschulen nur Geld kostet.

Und weiter untern:

Zugleich räumt der Senat jetzt offen ein, dass sich die bei der Gründung gehegten Hoffnungen hinsichtlich der "kommerziellen Verwertbarkeit von E-Learning Produkten" und der damit einhergehenden "Refinanzierung von Kosten" nicht realisiert haben. Zum einen gebe es in Deutschland kein "nennenswertes Nachfragepotenzial". Zum anderen würden die Hochschulen kaum Produkte herstellen, die sich für eine kommerzielle Vermarktung eignen.

Ich bin gespannt, wie diese politische Auseinandersetzung ausgehen wird. Unabhängig davon, ob das MMKH sich in seinen Aktivitäten zu weit ausgebreitet hat oder nicht. Die sechs öffentlichen Hochschulen in Hamburg sind jedenfalls nicht glücklich, dass sie Geld in einen gemeinsamen Topf einzahlen müssen ohne dabei entscheidend mitreden zu können. In dieser Konstellation ist es für das MMKH natürlich sehr schwierig, Veränderungsprozesse anzustoßen.

Weiterlesen in der taz: E-Learning ohne Effekt.

E-Learning-Blog: 

Kommentare

Nun, der Wahlkampf scheint auch die Erinnerung der Grünen zu trüben, denn schließlich waren sie es (und nicht Jörg Dräger), die das MMKH ins Rollen brachten. Mal abgesehen von den inhaltlichen Kamellen ...
Befangene Grüße & mit Vorfreude auf die nächste "Campus Innovation"
JR

http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/pressemeldungen/2007/juli/13/2007-07...

Jochen, vielen Dank für den Link.

Dank deines Hinweis ist auch mir jetzt erst wieder bewusst geworden, wie das MMKH damals enstanden ist.

-Tim

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