BMBF: Empfehlungen für die Ausrichtung des Förderprogramms "Neue Medien in der Bildung"

Jochen Robes schreibt zum Förderprogramm:

Es geht um das besagte BMBF-Förderprogramm "Neue Medien in der Bildung", in das in den letzten fünf Jahren 70 Mio Euro für die Einführung Neuer Medien und eLearning-Konzepte in die berufliche Bildung und Schule zur Verfügung standen.

Das Programm ist unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Gerhard Zimmermann einer Auditierung unterzogen worden. Die im Abschlussbericht vom September 2004 formulierten Empfehlungen folgen zwei Prämissen:

  1. breite Akzeptanz bei Lehrenden und Lernenden
  2. effiziente Entwicklung und Verbreitung der neuen Medien in der beruflichen Bildung

Es ist beachtenswert, dass auch diese Arbeitsgruppe die Notwendigkeit einer neuen Lehr- und Lernkultur als oberstes Förderungsziel ausgesprochen hat, da nur mit diesem "neuen"

Lernen E-Learning funktionieren kann. Über die Schwierigkeiten bei der Hinwendung zu einer neuen Lernkultur sind sich die Autoren bewusst:

Die Schwierigkeiten liegen in der Überwindung der traditionellen und der Herausbildung einer adäquaten neuen, virtuellen Lehr- und Lernkultur. Dies ist ein länger dauernder sozialer und kultureller Prozess.

Das ist eigentlich ein Euphemismus, wenn man bedenkt, dass Bildung ein hoch emotionales Thema ist, das sehr wohl auch ideologisch besetzt ist. Veränderungen können hier nur mit viel Fingerspitzengefühl erreicht werden.

Um die hochgesteckten Ziele zu erreichen, sollen Projektteilnehmer in Zukunft auch Konzepte zur Information und Aufklärung über das Lernen mit E-Learning entwickeln, denn es zeigt sich immer wieder, dass die notwendige Entwicklung der Lehr- und Lernkultur sich nicht automatisch mit der Einführung von E-Learning entwickelt. Aus diesem Grund sollen vor allem Projekte mit einer deutlichen Akzeptanz- und Zielgruppenorientierung gefördert werden.

Weiterlesen beim BMBF: [Aktuell 042/2005] Neue Medien in die berufliche Bildung erfolgreich integriert.

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