heise open: Freie Inhalte im Web

Susanne Schmidt aka Su-Shee hat für heise open eine bemerkenswerte Artikelserie zu freien Inhalten mit einer großen Menge an Quellen zusammengetragen, von wissenschaftlichen Texten über Musik und Fotos bis hin zu Videos ist alles dabei. Susanne Schmidt nennt aber nicht einfach nur die Quellen, sondern spannt einen meiner Meinung auch notwendigen Bogen über politische, philosophische und soziale Aspekte:

Um sich die Tragweite und die politische Brisanz einer freien Lizenz zu vergegenwärtigen, muss man sich zunächst erinnern, dass heutzutage praktisch alles und jedes an Informationen unter irgendeiner Lizenz, Copyright, Patent, Gebrauchsmusterschutz oder Urheberrecht steht – je nach regionaler Gesetzgebung. Die vielbeschworene Informationsgesellschaft lebt von lizenzierten Bild-, Ton-, Text- und Rohdaten. Vom Schnittmuster bis zu Wetterdaten, von Datenzusammenstellungen in der Biologie bis zu wissenschaftlichen Fachartikeln, von den Landkarten der Katasterämter bis hin zu Klassikern der Literatur – praktisch alles unterliegt mehr oder weniger eingeschränkten Nutzungsbedingungen und kann nicht frei verwendet, kopiert oder gar verändert werden.

Richtig restriktiv wird es, sobald Rohdaten und Informationen aufbereitet oder als Kompilation vorliegen. Wörterbücher beispielsweise – gewissermaßen also unsere Muttersprache selbst – stehen nicht zur freien Kopierbarkeit zur Verfügung. Leserkorrekturen der Online-Version des Dudens? Verb-Listen zum Herunterladen? Jeder Wächter der deutschen Sprache müsste eigentlich ein glühender Befürworter des möglichst freien Zugriffs auf die deutsche Sprache selbst sein; hilft der freie Zugang doch der Verbreitung und Bekanntmachung von Informationen.

Das Serie mit dem Titel Friede, Freude und freie Eierkuchen-Rezepte gliedert sich in drei Bereiche:

Sehr lesenswert!

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