The Digital Divide

Chris Harrison hat das Datenaufkommen im Internet visualisiert. Entstanden sind dabei ziemlich coole Bilder, die einem allerdings auch schlagartig klar machen, dass das Groß des Internet-Traffics in Nordamerika und Europa liegt.

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Kommentare

Ich finde diese "digital divide" nicht wirklich überzeugend. Ich denke was im digitalen Zeitalter zunimmt ist die Proliferation von Wissen. D.h. heute können Studenten in Kenia oder Vietnam digitale Kurse (OpenCourseware) nutzten aber auch eine Vielzahl anderer Ressourcen. Etwas das vor dem Internet undenkbar war. Und das funktioniert selbst dann, wenn das entsprechende Material lokal gezogen wird und ausgedruckt oder auf CDs verbreitet. Das das Internet unsere Welt wiederspiegelt finde ich nicht so erstaunlich. Wäre auch mal ein interessantes Thema für einen Webmontag in Kiel. Was ist passiert bei der Digitalen Trennung, die immer angekündigt wurde?

Wenn man bedenkt, wie selbstverständlich für uns die tägliche Nutzung des Internets geworden ist und das Unternehmenskommunikation ohne Internet gar nicht mehr denkbar ist, dann sehe ich da einen großen Unterschied zu dem großen Rest der Welt. Deswegen kann man da durchaus von einer digitalen Kluft sprechen. Über die tatsächlichen Auswirkungen kann man sich dann natürlich trefflich streiten ;-)

Andererseits hast du natürlich recht. Studenten in beispielsweise Kenia oder Vietnam kommen, wenn sie denn Internet-Zugang haben und mindestens englisch können, an Informationen heran, die ihnen früher verschlossen waren.

Theoretisch haben Menschen in Vietnam oder Kenia Zugang. Praktisch nicht.
Gründe: Zensur, fehlende Infrastruktur und finanzielle Mittel.
Etwas anderes zu behaupten hiesse meiner Meinung nach beide Augen verschliessen.
Der Digital Divide ist gewaltig und ein sehr komplexes Ding, er ist auch bei uns vorhanden, wenn auch mit anderen Parametern (z. B. Generation).

Genau, theoretisch haben Menschen in den genannten Ländern Zugang zu aktuellen Informationen, beispielsweise zu den Videos der UC Berkley auf YouTube. Realistisch gesehen ist dieser Zugang jedoch nur einer sehr, sehr kleinen Elite vorbehalten.

Sorry, aber m.E. war das Wissen noch nie so gerecht verteilt wie heute. Früher z.B. sammelte sich Wissen in Klöstern. D.h. die digitale Kluft wird m.E. immer kleiner. Heute kann JEDER theoretisch aber auch ganz praktisch an Wissen herankommen. Das heisst nicht jeder immer an alles. Aber dennoch... Ein Urteil über das heute kann nur im Bezug zu anderen Zeiten erfolgen. Also sagenm wir die Vor-Internet-Zeit in den 60er Jahren - da gab es die totale Kluft - es gab teilweise GAR KEINE Möglichkeit für Leute auf der Südhalbkugel irgendwelche Informationen zu bekommen. Ich weiss nicht warum man da immer dem Internet irgendeine spaltende Wirkung andichtet, die sich nicht durch harte Fakten belegen lassen. Ich zumindest finde das überhaupt eine Chance an informationen heranzukommen mehr ist, als überhaupt keine Chance. Das Ressourcen unterschiedlich verteilt sind ist nur selbstverständlich. Bdenklicher ist die Versorgungsunterschiede eher sogar in Deutschland. D.h. DSL ist sowas wie ein Standortfaktor. Ein Ort ohne DSL ist quasi in Deutschland unbedeutend, weil das in DE so sehr zum Standard gehört inzwischen wie vorher das Telefon. Im Zusammenhang mit sinkender Bevölkerung bedeutet das dann das dann für ein Dorf das eine DSL-Abdeckung über das Überleben des Ortes entscheidet. Und auch auf der Südhalbkugel denke ich werden Städte mit gutem Internet - bzw. Länder wie Südafrika einen Vorteil haben und eher Studenten anziehen. Wenn sowas wie Ärzte knapp sind kann das z.B. bedeuten das ganze Gegenden entvölkert werden. Ich sehe aber wie gesagt das Nord-Süd-Gefälle dabei nicht so entscheidend, das dies eher das Gefälle repräsentiert, das seit Jahrhunderten so schon besteht.

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