Autorentools?

Als Bildungs- und E-Learningberater unterstützen wir bei Nitor unsere Kunden in so ziemlich allen Fragen, die mit Verhaltensänderung, Kommunikation und Organisationsentwicklung zu tun haben. Zwar sind wir kein IT-Systemhaus (das wollen wir auch gar nicht sein), aber natürlich werden wir dabei oft um Rat gefragt, wenn es darum geht, einen E-Learning-Workflow aufzubauen. Zum Beispiel nach der Wahl des Autorentools.

Ein wesentlicher Aspekt der Entscheidungsfindung ist dabei der Entwicklungsprozess an sich. Also wie gut lässt sich das Tool in meinen Prozess integrieren. Ein weiterer Aspekt ist aber auch die Nachhaltigkeit: Wie lebendig wird ein Autorentool weiterentwickelt, wie schnell kommen intereressante Feature hinzu und wie sieht es überhaupt mit der Erweiterbarkeit aus? Und, die ganz große Frage: Wie solide ist das, was hinten rauskommt? Ist das WBT auch noch in vier Jahren mit der übernächsten Browser-Generation nutzbar? Unter einem völlig anderen Betriebssystem? Unter anderem deswegen ist mir zum Beispiel Standardkonformität sehr wichtig, also sauberes XHTML und sauberer JavaScript-Code.

Drüben im E-Learning-Wiki habe ich mal eine Liste mit Autorentools und den Anforderungen an sie angelegt. Denn ich will die Learntec für mich nutzen, um mir einen Überblick über das Angebot an Autorentools zu verschaffen. Leider werde ich nun bestimmt nicht dazu kommen, auch nur zwei Tools dieser wirklich zu testen. Aber vielleicht hier und im Wiki ja die Leserinnen und Leser Wissens- »Goldkörner« zum Thema beisteuern. Meine Hoffnung ist, damit eine für alle E-Learner interessante Liste entstehen zu lassen.

Eine ganz spezielle Frage stellt sich mir in diesem Zusammenhang noch: Ist es eigentlich nicht sinnvoll, anstatt auf ein Autorentool auf die Entwicklung eines schicken (Open Source) JavaScript- bzw. AJAX-Frameworks zu setzen und dieses dann ganz normalen Webentwicklern mit dem Drehbuch in die Hand zu drücken? Damit wäre das leidige Thema Customizing vom Tisch…

Kommentare

Unter dem Kriterium schneller Integration in den Arbeitsprozess würde ich eXeLearning mal ansehen. Damit kann wirklich jeder nach einer Einführung von 30-60 Minuten ansehnliche Contents erstellen. Der Funktionsumfang ist stark begrenzt. SCORM-Support nur bei Multiple-Choice-Inhalten. Dafür kostenfrei.

Sehr funktionsreich ist noch wbtexpress.

Nach meiner Erfahrung sind viele Tools so funktionsreich, dass nur gelegentliche Contentersteller überfordert sind. Für kontinuierlich Produzierende sind die vielen Funktionen jedoch sehr wichtig.

Mit den Frameworks bewegt man sich gleich auf der Ebene der Entwicklung. Kaum eines dieser Tools ist ohne Entwicklerhintergrund bedienbar.

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