Wahlcomputer in Hessen

Der Chaos Computer Club enwickelt sich ja immer mehr zu einer Bürgerrechtsbewegung mit breiter Unterstützung. Wer schafft es heutzutage noch 15.000 Leute zu einer Demonstration in Berlin zusammen zu bringen?

In Hessen wird heute gewählt. Und da der CCC den Einsatz der umstrittenen (siehe auch das Gutachten des CCC für das Bundesverfassungsgericht) Wahlcomputer nicht verhindern konnte, sind halt heute viele Wahlbeobachter in Hessen unterwegs. Frank Rieger vom CCC fasst die ersten Berichte der Wahlbeobachter zusammen: »Das sich bisher abzeichnende Bild ist schlimmer als erwartet. Wir waren eigentlich davon ausgegangen, das, nach der Aufmerksamkeit im Vorfeld, alle Beteiligten peinlich darauf achten alles richtig zu machen und das auch zu demonstrieren. So wie es aussieht wird die Liste der Gruende fuer die Wahleinsprueche eher laenglich…«. Bisherige Höhepunkte:

  • In Obertshausen wurde den Wahlbeobachtern der Zugang zum Wahllokal verweigert.
  • In einem Wahllokal funktionierte der Wahlcomputer nicht.
  • Woanders wiederum hatte ein Parteifunktionär den Wahlcomputer über Nacht bei sich zu Hause.
  • Wahlvorstaende und -helfer waren zum Teil massiv mit der Inbetriebnahme der Wahlcomputer überfordert.
  • In Langen hat der Wahlleiter per Rundschreiben alle Wahlvorstaende vor dem Chaos Computer Club gewarnt und die Benutzung von Fotoapparaten, Telefonen und Computern im Wahllokal untersagt.

Weiterlesen bei Frank Rieger: Eine kleine Demokratur in Westeuropa…

Kommentare

Dann werde ich mich mal aufmachen und nachsehen, wie das bei uns so läuft!

Viel Glück und interessante Einblicke!

-Tim

Keine Wahlcomputer in meinem Wahllokal ... aber eine blaue Altpapiertonne als Wahlurne mutete doch etwas seltsam an
(wenn sie auch Schloss und Einwurfschlitz im Deckel hatte). War das ein versehentlicher Anfall von Aufrichtigkeit? ;-)

[...] http://www.tschlotfeldt.de/node/879 [...]

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