Wer profitiert vom Urheberrecht?

Malte Welding hat eine wunderbar formulierte Replik auf die Verlautbarungen der Musikindustrie geschrieben, die sich zu lesen lohnt:

Mozarts Requiem weist erstaunliche Übereinstimmungen mit dem Requiem Michael Haydns auf. Zudem bearbeitete Mozart Bach-Fugen und ersetzte die den Fugen voranstehenden Präludien durch für Streicher geeignete Eigenkompositionen. Dafür musste er nicht mit den Erben Bachs vor Gericht – er machte es einfach. Er remixte Bach. Er mashte ihn, er fledderte die toten Noten und schuf etwas Neues.

Dieses Vorgehen, das heute zu wütenden Plagiatsvorwürfen und mindestens bis Karlsruhe führen würde, hat ganz offensichtlich weder dem Ansehen Mozarts noch dem musikalischen Erbe Bachs geschadet.

Die größte Musik, die unsere Vorfahren oder sogar unsere gesamte westliche Kultur je geschaffen hat, entstand in geradezu anarchischer Freiheit. Und trotz – oder gerade dank – dieser Freiheit konnte man als Komponist ein Vermögen verdienen.

Weiterlesen bei der Netzeitung: Malte Welding: Mozart brauchte kein Copyright.

Kommentare

Ach mein Gott, es ist außerdem zu kompliziert. Für Schulen unsäglich .... und wenn es lehrer-online noch so "leicht" erklärt: http://www.lehrer-online.de/fall-des-monats-12-07.php?sid=84553435185605...
Gab es zu seligen Mozart´s Zeiten schon so viele Advokaten wie heute?
IF

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