Oooh, der Handel mit Kundendaten ist illegal? Aber das macht doch jeder!

Ja, selbst die »DAK Deutsche Angestellten-Krankenkasse« handelt mit Kundendaten, wie auf Golem zu lesen ist:

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hat die Krankenkasse DAK stark wegen ihres Umgangs mit Patientendaten kritisiert. So seien 200.000 Datensätze chronisch Kranker an eine Firma übermittelt worden, die die Patienten telefonisch berät.
Auch bei den großen Telekommunikationsunternehmen wird manchmal ziemlich blauäugig agiert. So soll es laut heise für Call Center, die für die Telekom tätig sind, zumindest früher möglich gewesen sein, die Daten aller 30 Millionen Kunden einfach zu kopieren:
Angaben wie Bankverbindung, Namen, Anschrift oder Wohnortwechsel seien ohne besondere Zugangsberechtigungen für die Mitarbeiter ersichtlich gewesen. Auch habe ein direkter Zugang zur kompletten Datenbank der Firma offen gestanden. Darüber seien alle Kundendaten beliebig etwa auf USB-Sticks exportierbar oder über das Internet verwendbar gewesen.

Der Skandal mit dem illegalen Handel von Kundendaten hat aber auch Dank der DAK eine positive Seite, weil endlich die Gesundheitskarte in einer breiteren Öffentlichkeit diskutiert wird: heise titelt »Skandal um illegalen Datenhandel beeinflusst Meinungen zur elektronischen Gesundheitskarte«, Spiegel Online titelt »Ex-Justizministerin fordert Stop der E-Gesundheitskarte«.

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