Definition E-Learning

Es wird viel von E-Learning geredet, viele tun es damit – doch: Immer wieder taucht in Gesprächen die Frage auf: Was ist denn dieses E-Learning nun eigentlich?

Das genau zu sagen ist eigentlich schon ein Problem. Es gibt einfach keine exakte Definition. Tatsächlich handelt es sich bei E-Learning um einen sehr schwammigen Begriff, der je nach Betrachtungsweise schon recht unterschiedliche Bedeutungen haben kann.

Am besten nähert man sich dem Begriff, wenn wir uns einmal anschauen, was heute darunter in der Regel verstanden wird. Bei E-Learning denkt man zuerst an Dinge wie Computer Based Training (CBT) und Web Based Training (WBT). Weniger gebräuchlich sind dagegen Begriffe wie Computer Assisted Instruction (CAI), Computerunterstützter Unterricht (CUU), Computerunterstützte Ausbildung (CUA), Computerunterstütztes Lernen (CUL) oder Computerunterstützte Instruktion (CUI).

All diesen Begriffen ist heutzutage eines gemein: Das Lernen und Lehren mit Hilfe des Computers. Während Anfang der 90er

mit den CBTs multimediale Lernsoftware auf CD-ROM vorherrschend war, stehen derzeit die WBTs im Fokus des Interesses. Doch auch hier kündigt sich ein Paradigmenwechsel an: So genannte Social Software erfährt immer mehr Bedeutung im Bildungsbereich.

CBTs sind Lernprogramme, wie sie auch noch überwiegend im privaten Bereich eingesetzt werden: z.B. Sprachlernprogramme, Nachschlagewerke oder Edutainment-Software für Kinder. Diese CD-ROM-gestützten Anwendungen zeichnen sich vor allem durch einen hohen Grad an Multimedialität aus. WBTs sind die logische Weiterentwicklung der Computer Based Trainings, die häufig in einer vernetzten Lernumgebung eingebettet sind.

Lernen mit dem Computer ist das eine, Bildung zu planen, zu managen und Lernmedien herzustellen sowie anzubieten ist das andere. Ähnlich wie Computersoftware werden CBTs und WBTs zu bestimmten Themen von der Stange angeboten, für speziellere Bereiche stehen eine Reihe von Unternehmen als Dienstleister zur Verfügung, die individuelle Trainings konzipieren und produzieren. In größeren Unternehmen und Institutionen kommen darüber hinaus so genannte Learning Management Systeme (LMS) zum Einsatz. Neben der Bereitstellung der Trainings dienen diese zur Benutzer-Administration, Erfolgsmessung und Zertifizierung.

Social Software

E-Learning hat es in der Aus- und Weiterbildung einen schweren Stand. Vor einigen Jahren noch sind vollmundige Versprechungen gemacht worden, was mit E-Learning alles erreicht werden könnte. Nur wenig davon ist tatsächlich gehalten worden. Das hat aber tatsächlich wenig mit dem Potenzial zu tun, das dem E-Learning innewohnt – das ist nämlich beträchtlich – sondern vielmehr mit den tatsächlich entwickelten Bildungskonzepten und den darauf basierenden Realisationen. Bisher ist des den E-Learning-Anbietern schwergefallen, sich von der traditionellen Lernvorstellung zu lösen; Computer Based Trainings und Web Based Trainings sind von der Idee her immer noch kursbasierte, veilleicht gar klassenraumbasierte Trainings, denen der didaktische Gedanke einer Präsenzveranstaltung innewohnt.

Die Soziale Software steht nun für einen radikalen Wandel. Er steht für ein Konzept, in der das menschliche Miteinander in Form von Kommunikation und Interaktion im Vordergrund steht. Ein wesentliches Merkmal neben der Kommunikation ist die weitgehende Selbstorganisation. Darunter ist im Bildungskontext durchaus auch gemeint, dass keine teuren Web Based Trainings und Computer Based Trainings mehr produziert werden müssen.

Als soziale Software stehen derzeit Weblogs und Wikis im Mittelpunkt. Während die Blogs vor allem im privaten Bereich enormen Zuspruch erfahren, werden Wikis im Firmenumfeld als Wissensmanagementsysteme erfolgreich eingesetzt. Aber auch auch Dienste und Communities wie etwa Open Business Club (OpenBC), Flickr und Furl zählen zur Gattung der sozialen Software.

Weiterführende Links

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