Trends im eLearning

Handy und Web 2.0

Mobile Learning oder kurz M-Learning geistert seit ungefähr 2005 durch die E-Learning-Szene. Es gibt mittlerweile eine bunte Schar an Anbietern diverser Produktionswerkzeuge von Inhalten für das Mobile Learning. Ich hatte zunächst meine Probleme, ein Szenario zu finden, in dem M-Learning sinnvoll eingesetzt werden kann. Da nun jedoch im Unternehmensumfeld Konzepte wie bedarfsorientiertes Lernen und informelles Lernen immer mehr Anklang finden, lassen sich vielleicht doch interessante Anwendungsbereiche finden.

Für den den Blog-Karneval "Welche Rolle kann das Handy im Web 2.0 spielen?" habe ich einige Beiträge zu diesem Thema wieder hervorgekramt:

Barcamp Hamburg: Web 2.0 in Unternehmen

Falls beim Barcamp Hamburg das Interesse da ist, werde ich eine Session zum Thema Web 2.0 in Unternehmen durchführen. Das Mindmap zeigt den aktuellen Stand meiner Überlegungen.

Kommentare sind wie immer sehr willkommen da enorm hilfreich.

Second Life (und E-Learning)

Zu Second Life (Wikipedia-Eintrag) wollte ich schon immer mal was geschrieben haben, es fehlte mir dann aber doch immer das letzte Quentchen Motivation. Nun sehe ich gerade, dass Alexander Greisle seine ersten Erfahrungen zusammengefasst hat.

Was ist dran an Second Life? Es ist ein Lieblingsthema in den klassischen Medien. Dabei ist es wohl eher so, dass nur ein sehr geringer Teil der Internet-Nutzer diesen Dienst tatsächlich nutzt. Meiner Meinung zurecht, denn in erster Linie ist das nämlich ein ungeheurer Zeitfresser. Während wir E-Mail, Jabber, Blogs und Wikis dazu nutzen, Kommunikation und Informationsmangement zu verbessern und unser Wissen zu mehren, ist Second Life erst einmal ein grobes Abbild unserer physischen Welt – mit ähnlich "behäbigen" Zeitabläufen. Als Second Life-Bewohner liest man darum Zeitung, aber keine Weblogs oder Mitmach-Wikis. Ich denke, das ist ein Grund für die Liebe der Medien zu Second Life: Dort gibt es kein Internet für die Bewohner, kein Web 2.0 und keine Krise der klassischen Medien. Für die Werbetreibenden und die Marketinger scheint es eine Art Eldorado zu sein.

Aber man findet doch auch als Bildungsberater einige interessante Aspekte an Second Life. Dank der Medienaufmerksamkeit ist eine gewisse Akzeptanz für solche virtuelle Welten gewachsen. So gibt es mittlerweile Menschen, die "... Events und nachhaltige Trainings in Second Life ..." für einen durchführen. Das ist meiner Meindung jedoch der falsche Weg. Trainings, also klassenraum- und kursbasierte Unterrichtseinheiten, sind schon in der realen Welt, was ihre dadaktische Ausprägung angeht, meist ziemlich rückständig. Das wird auch mit Second Life nicht besser.

Jabber rockt

Ich spiele gerade ein wenig mit Jabber rum. Jabber ist die Bezeichnung für ein standardisiertes Instant Messaging. Instant Messaging, dass ist ICQ, MSN, Yahoo, AIM, GoogleTalk, Skype und eben auch Jabber (hier gab es mal eine Umfrage über die Nutzung von IM).

Jabber ist ziemlich cool. Denn Jabber beruht im Gegensatz zu den meisten anderen Diensten auf offenen Standards. Bei MSN, Skype etc. ist man auf die Server der Anbieter angewiesen. Man muss sich dort einloggen und man weiß nicht so genau, was mit den eigenen Daten geschieht (die Nutzungbedingungen sind allerdings erschreckend). Jabber dagegen ist wie E-Mail ein offenes System, die Technik dahinter ist standardisiert (eben wie bei E-Mail) und es gibt offene (Open Source) Software. Jabber ist als ein dezentraler Dienst realisiert. Man kann seinen eigenen Jabber-Server fahren, auf dem dann die Mitarbeiter eines Unternehmens oder die Mitglieder einer Lerngruppe ihre Jabber-Accounts haben. Als Anwender macht es keinen Unterschied, ob man mit jemanden chattet, der seinen Account auf dem gleichen Server hat oder auf einem Server auf der anderen Seite des Erdballs. Damit ist das Jabber-System ähnlich robust konzipiert wie das E-Mail-System.

Ich will nicht darauf eingehen, welche Nachteile man sich mit proprietären IM-Diensten einhandelt, sondern einfach mal die coolen Feature von Jabber aufzählen:

Sessionvorschläge Barcamp Hamburg

Ich habe beim Barcamp Hamburg zwei Session-Vorschläge eingebracht. Während »WTF ist ein Information Worker?« auf eher wenig Gegenliebe gestoßen ist, scheint es ein größeres Interesse am Thema »Web 2.0 in Unternehmen« zu geben. Darüber freue ich mich allein schon deswegen, weil der Titel für sich ja ziemlich trocken rüberkommt. Ich werde das mal weiter beobachten und dann sehen, wie man so eine Session aufziehen kann.

Communties of Practice im Unternehmenseinsatz

Gastbeiträgen in Fachzeitschriften bringe ich in der Regel eine gesunde Portion Skepsis entgegen. Nicht, dass da grundsäzlich gelogen wird, aber gerade wenn es um den eigenen Bereich geht, wird manches doch arg rosig dargestellt.

OpenID: the next big thing oder doch eher broken by design?

Anscheinend nimmt die Kritik an OpenID zu. Deltalima2 ist dagegen:

OpenID ist, um es schlicht und einfach auszudrücken, die Idee sich mit einem Anmeldevorgang bei einem Server dieser Art, sich auf Internetseiten die dieses System unterstützen Zutritt zu verschaffen ohne sich erneut anmelden zu müssen. Hört sich eigentlich nicht schlecht an, wie geschrieben : eigentlich.

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Wiki statt Lernplattform

Aus didaktischer Sicht benötigt man nicht unbedingt ein Learning Management System wie BlackBoard, CLIX, ILIAS oder Moodle. Stewart Mader beschreibt in einem Artikel für den "Web 2.0 Explorer" warum ihm eigentlich ein Wiki ausreicht:

I've used both Blackboard and WebCT in my own teaching, and helped several schools set up both. I initially liked the idea of a single virtual space to enhance and extend a traditional course, but that perception has changed over time. Although the CMS combines everything from discussion board to live chat, file management, assignment submission, online quizzes, etc., you feel like you're spending less time actually using them and more time learning all their quirks and particular ways of doing things. This is my biggest frustration with the CMS.

Then along came the wiki, giving instructors (and me) an incredibly easy tool. Now I was really confused. Why use a CMS when something this easy comes along?

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