Web 2.0

Vortrag Voneinander lernen - Online-Zusammenarbeit in Unternehmen

Gestern war ich auf der Messe Zukunft Personal, weil ich im Rahmen des eKnowledgement-Forums einen Vortrag beisteuern durfte. Ich habe mich für das Thema Online-Zusammenarbeit in Unternehmen entschieden und einmal ganz bewusst Schlagworte wie Web 2.0 und Enterprise 2.0 nicht im Titel verwendet (allerdings, im Beschreibungstext mochte ich dann doch nicht darauf verzichten).

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Twitter-Account gesperrt: #twitter #fail

Update: Es hat sich etwas getan. Siehe Textende.

Die letzten Jahre haben uns viele interessante neue Anwendungsmöglichkeiten im Web und Internet beschert. Neue Services sind entstanden, einige haben sich nicht lange halten können, andere nehmen dafür immer größere Fahrt auf. Facebook hat die Marke mit 300 Millionen Nutzern geknackt und Twitter wächst ebenfalls weiter, in Deutschland zuletzt um 20%. Allerdings habe ich mit gerade diesen Diensten ein Problem, das sich leicht in einem Begriff fassen lässt: Walled Garden. Man ist in diesen Diensten schlicht gefangen. Facebook stellt sozusagen ein Web im Web dar, das man sich nur erschließen kann, wenn man sich dort registriert. Zu Twitter gibt es dagegen Alternativen, aber wenn das eigene Soziale Netzwerk nicht mit zu diesen Alternativen wechselt, bleibt man in diesem goldenen Käfig gefangen.

Es gibt noch einen weiteren Nachteil, den ich häufiger so ausgedrückt habe: »Kritische Infrastruktur gehört in öffentliche Hand«. E-Mail ist deswegen so erfolgreich, weil es ein offender Standard ist, den jeder Programmierer selbst umsetzen kann und darf. Und jeder, der einen Internetzugang hat, hat auch die Möglichkeit, seinen eigenen Mailserver aufzusetzen. Das Gleiche gilt natürlich für das Word Wide Web: ein offener Standard, den man kostenlos einsehen kann (was ja bei anderen Industrienormen nicht selbstverständlich ist) und den man selbst umsetzen kann, ohne irgend welche Lizenzgebühren zahlen zu müssen. Wer einen Internetzugang hat, kann seinen eigenen Webserver aufsetzen und sich so von Einschränkungen bei Providern unabhängig machen.

Meine Plädoyer für mehr Unabhängigkeit in der persönlichen Infrastrukur ist am Wochenende nun von ganz unerwarteter Seite untermauert worden. Nämlich von Twitter selbst. Beziehungsweise deren Spam-Erkennungs-und Verhinderungssystem. Denn es hat mir meinen Twitter-Account deaktiviert.

Screenshot: Twitter Account Suspended

Vortrag: Voneinander Lernen

Ich arbeite gerade an einem Vortrag, den ich nächste Woche ich auf der Zukunft Personal halten werde. Der Titel des Vortrags lautet »Voneinander lernen - Online-Zusammenarbeit in Unternehmen«. Es ist ein Vortrag für Personalentwicker und Entscheider, die sich über die Ideen und Möglichkeiten von Web 2.0 in Organisationen informieren wollen. Grundlage ist ein Vortrag, den ich im Sommer bei einem Kunden gehalten habe.

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Microsoft Office Sharepoint Server als Wiki und Social Networking-Plattform?

Ich beschäftige mich gerade etwas intensiver mit dem Microsoft Office Sharepoint Server (MOSS). Ziel in einem Projekt ist es, mit Hilfe der bestehenen IT-Infrastruktur, und die bietet vor allem den MOSS, eine Art Social Networking-Plattform zu schaffen. Prinzipiell sollte das möglich sein, auch wenn Sharepoint in meinen Augen vor allem ein Dateiverwaltungstool für Microsoft Office ist. Entgegen dem Wiki-Ansatz ist es weniger dafür gedacht, Informationen zu entwickeln, sondern eher dafür, finale Dokumentenversionen zu verteilen und zu archivieren. Das mitgelieferte Wiki ist sehr rudimentär, was aber einem Wiki-Neuling nicht auffallen dürfte. Allerdings, um so etwas wie eine Kommunikation auf Sharepoint zu etablieren, wird man einiges an Energie in die Planung stecken müssen. Den Nutzern muss ein echter Mehrwert zu den anderen etablierten Kommunikationformen wie E-Mail und Telefon geboten werden, damit die Informationsströme über ein Sharepoint-Wiki laufen.

Es gibt übrigens auch Anbieter von speziellen Wiki-Lösungen, die einen Sharepoint-Server mächtig aufbohren können. Zu aller erst ist Atlassians Confluence zu nennen, die in Partnerschaft mit Microsoft einen Sharepoint-Connector anbieten. Und von KWizCom gibt es das SharePoint Wiki Plus.

Auf der WikiSym 2008 hatte Martin Seibert (Seibert Media, ein Foswiki-Entwickler) eine Open-Space-Session zum Thema »How good is MS Sharepoint as a wiki?« durchgeführt. Die Ergebnisse sind auf WikiSym dokumentiert: How good is MS Sharepoint as a wiki? Martin Seibert hat zusätzlich eine Zusammenfassung der Session veröffenticht und zuletzt, wohl auf Grund der (lesenswerten) Diskussion in den Kommentaren, am 31. Juli 2009 aktualisiert: MS SharePoint als Wiki: Wenig Funktionen, nicht kompatibel.

Hier eine Auswahl an einigen Punkten, warum Sharepoint als Wiki nicht funktionieren könnte (es ist alles aus der Wiki-Perspektive betrachtet):

  • geringe Geschwindigkeit bei Verteilung über mehrere Standorte
  • komplizierte Bedienung
  • standardmäßig sind neue Informationen und Dokumente häufig nur für den einen Nutzer sichtbar, Zugriff für andere muss separat eingestellt werden
  • Dateien können nicht einfach ins Wiki hochgeladen werden sondern müssen erst im Sharepoint-Server ihren Platz bekommen
  • es gibt keine Diffs der Änderungen, das heißt man kann nicht erkennen, was gändert worden ist

Jodie Miners, ein MOSS Consultant, fasst seinen Vergleich von Confluence und Sharepoint Wiki so zusammen:

SharePoint is great for structured, corporate information that are policies and procedures that do not need to be edited regularly [Hervorhebung von mir]. If you are a SharePoint house, then use the Publishing Pages and document libraries for the structured information and allow Wiki’s in smaller team sites where a few people are editing them and they are small and single subject based.

Mmh, Liebe Leser: hat jemand Erfahrung mit Sharepoint als Kommunikationsplattform, als eine Art soziales Netz? Wie haben Sie es geschafft, dass Kommunikation, also echter Austausch, auf einem Sharepoint-Server stattfindet?

Sharepoint 2010

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McKinsey Studie: Wie Unternehmen vom Web 2.0 profitieren

McKinsey hat fast 1.700 Entscheider nach Web 2.0 in Unternehmen befragt. Das Ergebnis: 69% der Antworten bejahten einen messbaren Nutzen durch den Einsatz von Web 2.0: »greater ability to share ideas; improved access to knowledge experts; and reduced costs of communications, travel, and operations.« Bei der Frage, was die Unternehmen denn nun an Web 2.0 intern nutzen, bin ich etwas stutzig geworden.

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