learning management system

Open Source und Lernplattformen

Letzte Woche gab es einen schönen Blogeintrag bei Online by Nature: Roadmaps von Moodle, Sakai, OLAT und dem Rest. Vordergründig geht es um die nahe Zukunft der drei Open Source-Lernplattformen, aber eigentlich geht es generell um die Stärken des Open Source-Entwicklungsmodells.

Unsere Kunden haben überwiegend kommerzielle Learning Management Systeme (LMS) im Einsatz. Das liegt sicherlich daran, dass die LMSe zum Teil zu einer Zeit implementiert wurden, als es noch keine ernsthafen Open Source-Alternativen gegeben hat. Und natürlich bieten Unternehmenslösungen immer auch ein paar spezielle Funktionen, die ein solches Produkt attraktiv machen. Dennoch glaube ich, und zwar nicht nur als Open Source-Anhänger, dass sich auch im Bereich der Learning Management Systeme Open Source durchsetzen wird. Der E-Learning-Bereich ist nämlich geprägt von Standards wie SCORM, die eine gewisse Interoperabilität gewähren. Diese Interoperabilität zwischen verschiedenen Produkten und auch Herstellern ist zwingend erforderlich, da kein Anbieter dieser Welt sowohl Technik als auch beliebigen Content in Form von Web Based Traings anbieten kann. Alle Anbieter im Markt sind also auf Interoperabilität und damit Standardkonformität angewiesen. Und das wiederum ermöglicht »freie« Entwicklungen wie Sakai, Moodle, ILIAS und wie sie alle heißen.

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Learning Management Systeme (LMSe) testen

Ralf Senftleben hat auf das Angebot von Udo Scharf hingewiesen, die Learning Management Systeme ATutor, Claroline, Dokeos, ILIAS, Moodle und StudIP zu testen. Dazu hat Udo Scharf Testversionen installiert, die alle mit dem gleichen Web Based Training "bestückt" worden sind.

Interessant ist natürlich Ralf Senftlebens Kommentar zur Usability:

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Wake-Up Call: Open Source LMS

Ein umfangreicher Artikel von Sam S. Adkins zum Thema Learning Management Systems (LMS) und Open Source ist gerade bei Learning Circuits veröffentlicht worden. Dabei beleuchtet Adkins das immer größer werdende Angebot von Open Source-Lernplattformen, die in ihrer Funktionalität so gut wie aufgeschlossen haben zu den kommerziellen Angeboten wie Blackboard oder CLIX. Er zeigt auch, wie neben Hochschulen sich immer mehr Unternehmen in diesem Bereich engagieren und hebt dabei das Beispiel des offenen LMSs Sakai hervor. Dieses noch junge Projekt entstand im Januar 2004 durch eine Zahlung von 2,4 Mio. Dollar von der Andrew Mellon Foundation. Neben diversen amerikanischen Hochschulen (unter anderem das MIT und Stanford) beteiligen sich mittlerweile auch Unternehmen wie IBM, Sun und Unisys am Sakai-Projekt.

Lernplattformen aus der Open Source-Welt

Auch im Segment der komplexen Lernplattformen werden immer öfter Alternativen aus der Open Source-Welt erfolgreich eingesetzt. Die bekanntesten sind hierzulande sicherlich ILIAS und Moodle. Aber es gibt noch weitere interessante Alternativen, das Augenmerk möchte ich auf zwei Projekte richten: ATutor und .LRN.

ATutor entstammt dem The Adaptive Technology Resource Centre (ATRC) der Universität von Toronto. Es unterstützt die wichtigsten Standards für wiederverwendbare Lerneinheiten, so dass SCORM-kompatible Trainings ohne viel Aufwand in ATutor integriert werden können. Darüber hinaus kann man mit ATutor Inhalte selbst erstellen. Das Benutzerinterface ist bewusst sehr übersichtlichen und verständlichen gehalten – sehr einsteigerfreundlich.

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