Wie es halten mit Rezensions- und anderen Angeboten?

Hin und wiede kommt es vor, dass man mir anbietet, ein Rezensionsexemplar eines bestimmten Buches zu schicken. Oder etwas anderes. Ich weiß, dass das im Grund so üblich ist, dennoch nehme ich von solchen Angeboten Abstand, weil ich da ein ungutes Gefühl habe.

Im Grunde ist es ja nichts ehrenrühriges, wenn man als Journalist Rezensionsexemplare erhält. Ansonsten könnte ein solcher Mensch nicht seiner Arbeit nachkommen. Nun sehe ich mich aber nicht als Journalist, sondern ich blogge, weil ich mich austauschen möchte. Journalistische Maßstäbe sollte man bei mir besser nicht anlegen. Und mir fehlt auch ein wenig die nötige Professionalität, um mit solchen Rezensionsexemplaren umgehen zu können. Ich würde mich nämlich immer verpflichtet fühlen, dafür eine Gegenleistung zu bringen. Ja, auch wenn es als Rezensionsexemplar daherkommt. Ein negativer Bericht würde von mir sicherlich vorsichtiger formuliert werden, als wenn ich kein Rezensionsexemplar dazu geschenkt bekommen hätte. Auf der anderen Seite steht natürlich das Gefühl, für so wichtig genommen zu werden, dass man mit Rezensionsexemplaren bedacht wird. Das streichelt das Ego, zumindest mein Ego.

Ich habe das Gefühl, dass ich eine solche Lage nicht besonders gut und professionell handhaben kann. Darum interessiert mich, wie ihr anderen Blogger damit umgeht? Was ist eure Meinung dazu?

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Kommentare

Danke, dass Du mich an die beiden Rezensionsexemplare erinnerst, die noch auf meinem Schreibtisch liegen! Aber ein Problem oder gar eine Gewissensnot kann ich hier nicht entdecken. Ich versuche natürlich, der Verpflichtung zu schreiben nachzukommen. Vor allem, wenn es die Arbeit wert ist! Manchmal klappt es zeitlich nicht, aber ich denke, dass geht auch "professionellen" Journalisten so. Und wenn das Buch zu schlecht ist, erlaube ich mir bisweilen auch, es bewußt zu vergessen. Momentan lese ich gerade die "Weiterbildungslüge" ...
Beste Grüße, JR

Danke für deine Rückmeldung, Jochen. Ich bin mir nicht sicher, ob ich dich richtig verstanden habe: Über schlechte Bücher schreibst du dann eher nicht als dass du sie in einem Beitrag negativ beurteilst?

-Tim

Ja, genau so! Ich poste auch selten über schlechte Artikel. Es sei denn, ich habe z.B. das Gefühl, dass jemand seinem eigenen Anspruch nicht gerecht wird oder es eigentlich besser wissen müsste. Ich habe immer das Gefühl, es bringt wenig, schlechte oder kurzatmige Infos auch noch zu verbreiten. Oder in Scharmützel mit Autoren zu treten.
Gruß, Jochen

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