Blaming Social Media »Experts«

Auf HarvardBusiness.org im Blog Conversation Starter stellt Alexandra Samuel die Frage: Will Social Media Consultants Practice What They Preach? Es geht dabei um Social Media-Beratungsfirmen, die häufig nicht in der Form agieren, wie sie es ihren Klienten nahelegen. Klar, alle Social Media-Experten bloggen und twittern was das Zeug hält. Allerdings sind diese Aktivitäten eher durch Marketingaspekte getrieben und dienen meist nicht einem Arbeitsaustausch. Beim Social Web kommt es aber gerade auf zwei andere, wesentliche Aspekte an:

  • Transparenz: Wie offen werden die eigenen Geschäftspraktiken, Strategien, Kennzahlen dargestellt?
  • Freie Inhalte: Werden interne Inhalte wie Konzepte oder Besprechungsprotokolle frei zugänglich gemacht und auch unter eine offene Lizenz gestellt?

Witzig ist, dass ich mir diese Fragen auch selbst stellen muss. Natürlich versuche ich, möglichst offen und authentisch zu sein. Viele Dinge kann ich aber nicht so einfach veröffentichen, weil es sich beispielsweise um interne Informationen von Kunden handelt oder um Inhalte aus Vier-Augen-Gesprächen. Worüber ich noch mehr berichten möchte, sind Themen dagegen Themen rund um meine freiberufliche Tätigkeit als E-Learning-Berater, z.B. über Geschäftsstrategie, Akquisebemühungen, Fortbildung und ähnliches. Allerdings ist mir noch nicht ganz klar, in welcher Form ich das machen könnte.

E-Learning-Blog: 

Kommentare

Sehr interessanter Artikel und eine wichtige Frage: Inwieweit können Social Media Consultants das Leben was sie selbst predigen? Da ich selbst als Consutant tätig bin, weiß ich, dass man bei gewissen Inhalten der Geheimhaltungspflicht unterliegt und somit schon automatisch eingeschränkt ist. Auf der anderen Seite habe ich mich gefragt, welches Unternehmen über Geschäftsstrategien, Besprechungsprotokolle usw. offen darüber reden möchten? Man findet schon heutzutage kaum Blogs von Unternehmen, die nicht nur als reine Marketing-Tools genutzt werden. Und dann noch eine Frage? Wer, außer der Konkurrenz würde solche Informationen nutzen?(Ich weiß, in der web 2.0 Kultur undenkbar;-)

Als freiberuflicher Berater habe ich durchaus Interesse an einem offenen Austausch mit anderen Beratern, weil ich so die Chance habe zu erfahren, wo ich mit meinen Tätigkeiten im Vergleich zu anderen stehe. Das ist ja auch eines der menschlichen Kommunikationsmotive: Orientierung über sich und seine Umgebung schaffen. Oder man betrachtet es als eine Form von Benchmarking.

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