Informelles Lernen in Unternehmen

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Martin Röll fragt: Wie unterstützen Unternehmen heute informelles Lernen? Sind sich die Weiterbildungsabteilungen über seine Wichtigkeit bewusst?

Hintergrund ist die Diskussion, dass E-Learning bisher viel zu technologiezentriert gewesen ist gepaart mit einem Paradigma der klassischen Lehrveranstaltung (aka Präsenzveranstaltung, Frontalunterricht, classroom learning ...). Das heißt, wenn in der Weiterbildung moderne Technolgoien eingesetzt werden, dann meist auf Basis von didaktischen Konzepten, die für einen ganz anderen Anwendungsfall entwickelt worden sind: Der Präsenzveranstaltung. Unter diesen Rahmenbedingungen kann E-Learning aus didatkischer Sicht natürlich nicht das leisten, was erwartet worden ist. Die damit einhergegangenen Enttäuschungen haben – natürlich – die Begeisterung für E-Learning etwas abkühlen lassen.

Welche Schwierigkeiten liegen auf dem Weg zum informellen Lernen?

  • Die Bereitschaft zur Einführung neuer didaktischer Konzepte ist in wirtschaftlich schwierigen Zeiten gering.
  • Bildung ist in Deutschland ein sehr emotional besetztes Thema, Veränderungen müssen in der Regel äußerst behutsam vorgenommen werden.
  • Weiterbildung wird in der Theorie eine wichtige strategische Rolle zugeschrieben, die in der Praxis aber nur schwer zu realisieren ist.
  • Nicht jeder Angestellter ist ein Information Worker, sprich die Erwartung an Medienkompetenz und Fähigkeit zur Selbstorganisation sind häufig zu groß, daraus entstehen Versagensängste, die zur Verweigerung führen.

Informelles Lernen setzt auf der Entscheidungsebene Veränderungsbereitschaft hinsichtlich der didaktischen Wertevorstellungen voraus. Von den Mitarbeitern wird ein hoher Grad an Medienkompetenz und Selbstorganisationfähigkeit erwartet. Beispiele wie die Allianz mit dem Allianz Lern Forum sind noch rar, statt dessen wird eher von den Mitarbeitern erwartet, dass sie sich privat z.B. in Fach-Communities informieren.

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