Catenhusen: Der Staat ist nicht Wächter der Wertschöpfungskette

Es geht nicht an, dass dem Staat von jenen das Wächteramt für Wertschöpfungsketten angedient werde, die bei jeder Gelegenheit zum einen eine überbordende staatliche Regulierungswut kritisieren und die andererseits ihre eigene Wertschöpfung angesichts des technischen Fortschritts nicht auf die Reihe kriegen.

So der Staatssekretär in einem Interview mit heise online.

Während das Justizminsiterium schon am zweiten Korb der Urheberrechtsnovelle zimmert, dämmert es also allmählich im Bildungs- und Forschungsministerium ob des ganzen Urherrechtsschlamassels. Offenbar wird man sich dort nun der Problematik in seiner gesamten Härte bewusst:

[Catenhusen] fordert im Hinblick auf den Zweiten Korb der Urheberrechtsnovelle eine angemessene Berücksichtigung der Belange von Bildung, Forschung und Wissenschaft. Die Bundesregierung habe sich in dem Aktionsprogramm Informationsgesellschaft Deutschland 2006 verpflichtet, den Zugang zu wissenschaftlichen Informationen zu fairen Bedingungen sicherzustellen, sagte Catenhusen gegenüber heise online. Der bislang bekannte Gesetzesentwurf sieht stark einschränkende Regelungen für Dokumentenlieferdienste, Bibliotheken und Schulen vor: Wenn ein Verlag den Beitrag nicht selbst vertreibt, soll der Versand von Kopien nur noch per Post und Fax im digital nicht durchsuchbaren Grafik-Format legal sein. Außerdem sollen Bibliotheken an Bildschirmen nur so viele Exemplare digital zugänglich machen dürfen, wie im Papierbestand vorhanden sind.

[via heise online Meldung]

E-Learning-Blog: 

Neuen Kommentar schreiben