Studiengebühren

VERHEIZTE CAMPUSMAUT

Der große Gebühren-Schwindel

Die Mehrheit der deutschen Studenten muss jetzt 500 Euro pro Semester zahlen. Aber wo bleibt der versprochene Qualitätssprung in der Lehre? Und was passiert, wenn Unis zu viel Geld haben? Sie entwickeln eigenwillige Ideen und pumpen Gebühren in Steine, Holz und Beton.

Steht auf Spiegel Online.

Ich persönlich glaube nicht, dass die Exzellenz-Initiative alles das bringen wird, was man offiziell erwartet. Überraschender Weise bin ich aber nicht grundsätzlich gegen Studiengebühren. Nicht weil ich der Meinung bin, dass "Leistung sich wieder lohnen müsse" oder ähnlichem. Ich halte Studiengebühren dann für okay, wenn man als Student hingehen kann und bestimmte Leistungen besser einfordern kann, weil man dafür direkt vom eigenen Konto an die Uni gezahlt hat. Ich denke da beispielsweise an ansprechbare Professoren. Oder an Veranstaltungen, die wenigstens ein Mindestmaß an didaktischer Aufbereitung erkennen lassen. Oder an eine Verwaltung, die sich als Dienstleister begreift. Diese Reihe könnte man noch weiter fortsetzen, das sind alles Dinge, die an Hochschulen kritisiert werden. Der Kosmos Hochschule verändert sich in bestimmten Bereichen allerdings nur im astronomischen Zeitmaßstab. Mit Studiengebühren könnte man einige Veränderungsprozesse beschleunigen. – So dachte ich zumindest. Irgendwie sehen die Studierenden ihre Hochschulen aber noch nicht so in der Pflicht.

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Kommentare

Das die Studiengebühren unter Zündung unzähliger Nebelkerzen eingeführt werden, war zu erwarten. Sie sind eine der vielen Neuerungen, mit denen der Bürger zur Kasse gebeten und gleichzeitig auch noch auf den Arm genommen wird, siehe auch:
http://www.weblog.drlist.de/?p=390
http://www.weblog.drlist.de/?p=429
http://www.weblog.drlist.de/?p=1130
Also, was haben wir eigentlich erwartet von den Vertretern in Berlin und anderswo?

Grüße in den Norden
Stephan

In den 80-ern hatten wir ja schonmal eine starke Bürgerbewegung. Der Nato-Doppelbeschluss war damals wohl einfach zuviel. Heute kommen wir vielleicht wieder an einem Punkt an, wo die Unzufriedenheit in einer neuen Bürgerbewegung ausformuliert wird. Gerade jetzt mit dem G 8-Gipfel überschlagen sich ja die Ereignisse.

Grüße aus der Rhön
-Tim

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