Förderung und Leuchtturmprojekte

Durch meinen Beitrag zum Theme Web 2.0 und Förderung habe ich noch ein wenig über das Thema Förderung nachdenken müssen. Mit einer Förderung will der Staat Entwicklungen in den verschiedensten Bereichen vorantreiben. Dabei kann man natürlich nicht vorhersagen, welche Förderung tatsächlich sinnvoll sein wird. Das ist so wie mit dem Marketing. Man weiß zwar, dass 50% des Budgets zum Fenster hinausgeworfen sind, man weiß aber nicht welche Hälfte das ist.

Staatliche Förderung kann man auch als einen Markt betrachten. Da gibt es dann vom Staat die Nachfrage nach förderungswürdigen Projekten. Dort, wo die Nachfrage ist, entstehen entsprechende Angebote. Nur wenige der geförderten Projekte werden erst konzipiert und anschließend wird geschaut, ob man eine Förderung bekommt. Vielmehr ist es so, dass Institutionen und Unternehmen Experten beschäftigen, die Fördertöpfe und Vergabekriterien gut kennen und so Projekte mit einem hohen Förderpotenzial konzipieren. Das ist erstmal okay, solange man nicht eine große Zahl an Projekten erwartet, die nach Ablauf der Förderung erfolgreich weiterbestehen. Die Entstehung neuer Geschäftsmodelle, neuer Unternehmen oder Gründertypen wird man damit aber nicht verwirklichen können.

Staatliche Förderung hat manchmal auch noch einen anderen Zweck: Geldmittel an bestimmte Organisationen weitergeben. Man kann dann schön darüber streiten, wieviel von beispielsweise 120 Millionen Euro Beihilfe tatsächlich Technologieförderung und wieviel finanzielle Unterstützung für beteiligte Unternehmen und Institutionen sind.

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