Urlaubszeit, Unfallzeit

Ich befinde mich gerade in meiner Urlaubs- und Entspannungsphase. Deswegen bin ich nur mit Unterbrechungen online. Aber natürlich reagiere ich in dieser Zeit auf Kontaktaufnahmen, meine Reaktionszeiten sind allerdings erheblich verlangsamt, wie leider schon einige feststellen mussten. Das tut mir natürlich leid, aber ich hoffe, das ist auch verständlich.

Ich durfte übrigens erleben, wie einmal mit meiner Oma und jetzt gerade mit meiner sechsjährigen Nichte in Krankenhäusern umgegangen wurde. Meine Nichte ist Vorgestern zwischen Ball und just zuschnappenden Hund gesprungen. Eine löchrige Wange ist die Folge. Im Nachhinein hat es sich glücklicherweise als nicht dramatisch herausgestellt, meine Nichte ist im Krankenhaus sehr gut versorgt worden. Okay, bis auf den Umstand, dass der behandelnde Arzt nicht lang genug warten wollte, bis die lokale Betäubung wirkt und trotzdem genäht hat *kopfschüttel* Anschließend musste die Lüdde noch 48 Stunden zur Beobachtung bleiben, um im Falle einer Infektion reagieren zu können.

Meiner Oma erging es dagegen in einem anderen Kieler Krankenhaus nicht so gut. Ihr Körper kann leider nicht mehr mit ihrem Geist mithalten. Für eine Behandlung musste sie ihr Hausarzt nun in die Klinik überweisen. Gleich in der ersten Nacht hat sie einen ziemlich finster aussehenden Bluterguss im Gesicht davongetragen. Man hatte ihr nämlich ein starkes Schlafmittel verabreicht, ohne es ihr zu sagen. Morgens wollte sie aufstehen und sich frischmachen, das Schlafmittel hatte aber ihren Gleichgewichtssinn (und ihr Bewusstsein) getrübt. Sie schlug also längs hin. Da ich Maltes Bericht über seine Zivizeit gelesen habe, frage ich mich nun, ob das Schlafmittel prophylaktisch als eine Art Arbeitserleichterung für die Nachtschicht verabreicht worden ist. – Meine Oma ist mit 90+ Jahren nicht mehr ganz so beweglich. Sie benötigt derzeit Hilfe, wenn sie sich ins Bett legen will. Auf der Station gab es nun Menschen, die meine Oma Abends einfach vor ihrem Bett für eine halbe Stunde »abgestellt« hatten, wohl in der Hoffung, sie krabbelt dann irgendwie von alleine unter die Bettdecke. Meine Oma musste sich auch verbal einiges bieten lassen. Die Zimmernachbarin, etwa mein Alter, hat selbstverständlich alles mitbekommen. Aber sie hat sich nicht beschwert, aus Furcht, dass mit ihr dann ähnlich verfahren wird wie mit meiner Großmutter. Meine Familie hat sich übrigens auch nicht gleich beschwert. Ebenfalls aus Furcht, meiner Oma könnte es dann noch viel schlecher ergehen.

E-Learning-Blog: