Blackboards E-Learning-Patent jetzt erstmal wieder nichtig

Es geht hin und her: Zunächst ist Blackboard ein E-Learning-Patent zugesprochen worden. Das hat entsprechend heftige Reaktionen ausgelöst. Ziemlich schnell hat Blackboard dann begonnen, den kanadischen Konkurrenten Desire2Learn wegen angeblicher Patentverletzungen zu verklagen. Das weltweite Echo aus dem Educationbereich war so verheerend, dass man sich genötigt sah, ein so genanntes Patent-Pledge abzugeben. Demach sollte nichtkommerzielle Nutzung des E-Learning-Patents erlaubt sein. Und nun berichtet heise, dass das US-Patentamt das E-Learning-Patent für nichtig erklärt hat. Allerdings kann Blackboard gegen diese Entscheidung noch Widespruch einlegen. Das dürfte allerdings nichts an der Schadenersatzforderung an Desire2Learn ändern:

Unklar ist noch, wie sich die Entscheidung auf den laufenden Rechtsstreit zwischen Blackboard und Desire2Learn auswirken wird. Geschworene eines texanischen Gerichts hatten die Kanadier im Februar der Verletzung des Schutzrechts des Konkurrenten für schuldig befunden und zur Zahlung von 3,1 Millionen US-Dollar zum Schadensersatz und zur Vergütung entgangener Lizenzeinnahmen verdonnert. Desire2Learn ist in die Berufung gegangen, hat die eigene Softwaresuite aber abgeändert. Dabei wollen die Kanadier eine Umgehung der umkämpften Patentansprüche in ihr System eingebaut haben. Blackboard wiederum gelobte vor über einem Jahr, das Schutzrecht nicht gegen Open-Source-Anbieter in Stellung bringen zu wollen.
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