Geheimniskrämerei bei der Exzellenzinitiative?

Über die Exzellenzinitiative hatte ich schon mit wenig Begeisterung berichtet. Nun lese ich in einem Artikel der c't 10/2008 über den ersten Tätigkeitsbericht des Bundesbeauftragten für die Informationsfreiheit, dass die Bewertungskriterien für die Exzellenzhochschulen nicht öffentlich sind:

Konkret hatte er beim BMBF sowie bei der DFG und dem WR Zugang zu Informationen über die Durchführung der Exzellenzinitiative, insbesondere zu den Berichten über die Bewertung einer Universität durch internationale Gutachter im Rahmen der ersten Auswahlrunde der Exzellenzinitiative, beantragt. Diese Informationen wurden ihm weitgehend nicht zur Verfügung gestellt.

Ich weiß nicht, was ich beunruhigender finden soll: Dass wichtige Grundlagen, nach denen unsere Hochschullandschaft umgebaut wird, im stillen Kämmerlein besprochen werden. Oder dass diese Entscheidungen von privatrechtlichen Organisationen wie »Deutsche Forschungsgemeinschaft« und »Wissenschaftsrat« getroffen werden.

Weiterlesen: Tätigkeitsbericht zur Informationsfreiheit für die Jahre 2006 und 2007, Kap. 4.14.1 (PDF).